Polizei vermutet Brandstiftung

Brand in Böddiger: Feldscheune stand in Flammen

Böddiger. Lichterloh in Flammen stand in der Nacht zum Donnerstag eine Feldscheune in Böddiger. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

In der aus Holz errichteten Scheune in der Feldgemarkung zwischen Böddiger und Neuenbrunslar waren nach Angaben des Pächters 47 Rundballen mit Stroh gelagert.

Das gesamte Bauwerk und auch alle bis unter das Dach gestapelten Strohballen wurden von dem Feuer vernichtet. Da in der Scheune weder ein Stromanschluss vorhanden ist, noch Maschinen dort gelagert wurden, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnten weitere 30 Siloballen, die einen Wert von über 1.500 Euro haben und in der Nähe der Scheune gelagert wurden, vor den Flammen geschützt werden. Der Gesamtschaden an Gebäude und Lagergut wird von Feuerwehr und Polizei, nach Rücksprache mit der Besitzerin, auf 8.000 Euro geschätzt.

Um 1.20 Uhr ging ein Notruf bei der Rettungsleitstelle ein, in dem der Brand gemeldet wurde. Als die Feuerwehren aus Böddiger, Felsberg, Niedervorschütz und Lohre an der Einsatzstelle eintrafen, stand die Scheune schon in Vollbrand. Sofort bauten die Einsatzkräfte eine Löschleitung vom Hydrant am Ortsausgang in Böddiger auf. Da abzusehen war, dass größere Mengen Wasser für den Löscheinsatz benötigt wurden, ließ Stadtbrandinspektor Markus Semmler, der den Einsatz leitete, eine weitere Leitung zu der etwa 800 Meter entfernten Löschwasserentnahmestelle an der Ems aufbauen. Zusätzlich wurde vom Bauhof der Stadt Felsberg ein Radlader geholt, mit dem die Rundballen aus der Scheune auf das freie Feld transportiert wurden. Hier konnten die Ballen mit Dunghaken auseinandergezogen und endgültig abgelöscht werden. Immer wieder fachte der starke Wind die Flammen in dem Stroh an. 

Insgesamt waren von den vier Feuerwehren 51 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen im Einsatz. Da der Wind den Rauch in Richtung freies Feld blies, konnte auf den Einsatz von Atemschutzgeräten verzichtet werden. Ab 3 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte, die am Morgen an ihren Arbeitsstellen sein mussten, aus dem Einsatz herausgelöst. Um 4.30 Uhr waren die Flammen soweit gelöscht, dass nur noch eine Brandwache an dem Trümmerhaufen in der Verlängerung der Sechsackerstraße verbleiben musste. Sehr dankbar wurde von den Einsatzkräften die Unterstützung vom ehemaligen Kreisbrandinspektor Werner Bähr, der in Böddiger wohnt, aufgenommen. Er hatte sich nach dem Alarm in das Feuerwehrhaus begeben und dort für die Feuerwehrleute Kaffee gekocht, der dann an die Einsatzstelle gebracht wurde.

Brand in Feldscheune in Böddiger

Rubriklistenbild: © Wenderoth

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