Im Oktober ist es so weit

Bürgermeisterwahl in Felsberg: Steinmetz will wieder antreten

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Wer wird künftig die Geschicke der Stadt Felsberg lenken? Die Parteien sind bislang größtenteils ohne Ideen. 

Der Wahltermin steht bereits fest: Am Sonntag, 27. Oktober, wählen die Felsberger einen Bürgermeister. Dem Rathaus liegen bislang keine Bewerbungen vor.

„Wir sind noch sehr früh dran“, teilt der stellvertretende Wahlleiter Igor Kunkel auf Nachfrage mit. Die Wahlbekanntmachung sei auch noch nicht veröffentlicht. Danach richteten sich die Bewerber in der Regel. Im Fokus liege nun erst einmal die Europawahl am 26. Mai, so Kunkel.

Ob der jetzige Bürgermeister Volker Steinmetz in eine weitere Amtszeit starten darf, ist offen. Sicher ist: Er werde sich wieder um das Amt bewerben. „Ich fühle mich gesund, übe das Amt gern aus und werde als Kandidat wieder zur Verfügung stehen“, sagt Steinmetz auf Nachfrage der HNA.

Innerhalb der Felsberger Parteien wird sich zum Teil bereits Gedanken gemacht, ob und wen man aufstellen wird. Konkrete Vorschläge äußerte gegenüber der HNA bislang niemand.

„Wir schließen nicht aus, einen Kandidaten aufzustellen“, sagt der Vorsitzende der Felsberger SPD, Andreas Hahn. Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings wisse man noch nicht, wen. „Wenn die Frist losgeht, werden sich die Kandidaten wohl zurechtstellen.“

Auch die CDU habe sich noch nicht überlegt, ob sie einen Kandidaten aufstellen werde, sagt Volker Papenhagen, CDU-Stadtverbandsvorsitzender. „Sicher ist: Es wird schwierig.“ Die Felsberger seien unbelehrbar. „Wir hatten schon verschiedene Versuche mit vielversprechenden externen Kandidaten, die aber gescheitert sind“, blickt der Vorsitzende zurück. Falls es aber gelingen sollte, einen interessanten Vorschlag zu machen, werde die CDU darauf zurückgreifen.

Die FDP wolle keinen Kandidaten aufstellen, teilt FDP-Stadtverbands-Chef Michael Thomas Maaß mit. „Wir werden den jetzigen Amtsinhaber aber auch nicht unterstützen.“ Er selbst könne sich nicht vorstellen, das Amt auf sich zu nehmen – „bei dem, was in Felsberg auf einen zukommt“.

Es würde einiges falsch laufen, sagt Maaß, der sich am ehesten einen Verwaltungsfachmann für das Amt vorstellen könne. „Ich wünsche mir einfach eine professionellere Arbeitsgrundlage für die Zukunft.“

Die Grünen haben sich noch keine Gedanken gemacht, ob und wen sie aufstellen könnten, sagt Jochen Pschibul auf Nachfrage. Die Freie Wählergemeinschaft schließt hingegen von vornherein aus, einen Kandidaten aufzustellen, sagt Heinrich Winzenburg – so wie auch die Unabhängige Liste Felsberg. Michael Fehmer: „Die ULF wird keinen Kandidaten ins Rennen schicken“.

Wo ist das Feuer der Politiker?

"Politik ist immer das Ringen um den besten Weg. Je mehr Meinungen, desto besser.“ Das sagte der Felsberger FDP-Mann Werner Rippel in der Sitzung der Stadtverordneten. Fragt man die Felsberger Parteien nach ihren Überlegungen zur nächsten Bürgermeisterwahl, spürt man aktuell wenig von einem „Ringen um den besten Weg.“ Ich denke: Wer unzufrieden ist, sollte nach einer Alternative Ausschau halten. Nun kann man sagen, es ist noch lange hin bis zur Bürgermeisterwahl. Mit Blick auf die gesetzlich vorgegebene Bewerbungsfrist ist das nachvollziehbar: Es ist noch eine Menge Zeit. Für die Parteien in Felsberg allerdings ist es höchste Zeit. Sie sollten sich schon jetzt Gedanken machen, wen sie als Kandidaten vorschlagen wollen. Besonders im Rückblick auf die zurückliegende Bürgermeisterwahl in der Dreiburgenstadt, sollte es heißen: Jetzt erst Recht. Wer einen Wechsel will, der muss fühzeitig ein Anforderungsprofil erstellen und eine gute Alternative bieten. Die Enttäuschung aus der jüngsten Wahl kann nicht der Grund sein, Feuer verloren zu haben. Denn darum geht es doch in der Politik: Für Themen zu brennen. Mit der Löschdecke kommt man da nicht ans Ziel.

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