Viel Lob für starkes Netzwerk

Ministerin Giffey zu Besuch in Felsberg: "Hier steckt viel Energie drin"

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Großer Empfang für Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey im Mehrgenerationenhaus in Felsberg: Unser Bild vor der Kindertagesstätte Sonnenkäfer zeigt die Ministerin mit einem Teil der Gäste in der Mitte vorn, links von ihr die SPD-Politiker Professor Dr. Edgar Franke und Günter Rudolph. Sie hatten die Ministerin nach Felsberg eingeladen. Rechts von ihr SPD-Landesvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel, Bürgermeister Volker Steinmetz und Landrat Winfried Becker. 

Felsberg. „Lebendig, voller Engagement und Tatkraft.“ Mit diesen Worten würdigte Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Arbeit aller Ehrenamtlichen des Felsberger Mehrgenerationenhauses (MGH).

„Hier steckt viel positive Energie drin“, sagte die Ministerin am Samstag zur Arbeit des MGH und des Vereins Kinder-, Familien- und Seniorenfreundliches Felsberg (Kifas).

Das MGH ist ein Kooperationsprojekt von Kifas, Stadt und Drei-Burgen-Schule. Unterstützt wird es vom Kreis, dem Land und dem Bund. Der Bund gibt nach Angaben von Bürgermeister Volker Steinmetz jedes Jahr 30 000, der Kreis 10 000 Euro.

Giffey ist die Dritte

Giffey war nach Renate Schmidt und Ursula von der Leyen die dritte Familienministerin, die das MGH Felsberg besuchte. Schmidt habe 2003 gesagt, „das will ich überall sehen und bundesweit umsetzen“. Daran erinnerte Gitta Hentschker-Kranixfeld, seit über 20 Jahren im Kifas-Vorstand. 1991 habe alles angefangen, als junge Eltern Betreuungsplätze für Kinder gesucht haben. Daraus sei 1992 die integrative Kindertagesstätte Sonnenkäfer entstanden, heute eine U 3-Kita. Auch die vereinseigene, sozialpädagogische Schülerbetreuung und die Initiative „Kein Kind ohne Mahlzeit“ seien sehr erfolgreich. Als ein „großes, starkes Netzwerk“ stellte Koordinatorin Iris Bächt das MGH vor. Hier würden die Generationen in all den Angeboten zueinander geführt. Das Patenschaftsprogramm des MGH unterstütze die Arbeit mit Geflüchteten: „Freiwillig Engagierte unterstützen Geflüchtete bei der Kommunikation mit Behörden oder Fragen zu Job, Schule oder Kindergarten.“

„Das Haus lebt mit vielen Förderern“, sagte Bürgermeister Steinmetz. Und: „In unserem Mehrgenerationenhaus können sich Menschen jedes Alters mit ihren Erfahrungen und Ideen einbringen. Ich bin begeistert, welche Fähigkeiten dabei jedes Mal zutage treten.“

Die Ministerin sprach im MGH direkt mit Flüchtlingsfamilien. Deutschlandweit gebe es jetzt 540 Mehrgenerationenhäuser: „Das ist eine Erfolgsgeschichte.“ Das Beispiel Felsberg zeige, dass das Geld richtig investiert sei: „Es ist großartig, zu sehen, was Sie hier leisten.“ Ein so gewachsenes Projekt wie in Felsberg könne anderen Kommunen Mut machen, einen langen Atem zu behalten, flexibel und erfinderisch auf den aktuellen Bedarf zu reagieren und dabei auch ungewöhnliche Vernetzungen aufzubauen, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Günter Rudolph. Er hatte die Ministerin zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Professor Dr. Edgar Franke eingeladen.

Die Wurzeln des erfolgreichen Sozialen Dienstleistungszentrums Felsberg lägen in der Verbesserung der Kinderbetreuung. Die Drei-Burgen-Schule werde die gute Zusammenarbeit mit dem MGH weiter unterstützen, betonte Schulleiter Karl-Werner Reinbold.

Von Kita bis Seniorentreff

Von der Qualifizierung von Berufs-Wiedereinsteigerinnen bis zur Großküche, die auch für „Kein Kind ohne Mahlzeit“ kocht, reicht das Angebot des Mehrgenerationenhauses Felsberg. Unter dem Motto „Wir leben Zukunft vor“ gibt es unter anderem folgende Angebote: Cafeteria, Kindertagesstätte Sonnenkäfer, Schul- und Stadtbücherei, Jugendpflege, Ausbildung und Qualifizierung, Freiwilligenagentur, Mittagstisch, Haushaltsservice, Schülerbetreuung, Schulsozialarbeit, Seniorenbegleitung und Seniorentreff. 

Informationen im Internet: www.felsberg.de und www.mehrgenerationenhäuser.de

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