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Sehr beliebt: Die Felsberger Felsburg hat eine Million Klicks bei Google

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Von: Manfred Schaake, William-Samir Abu El-Qumssan

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Die Felsburg in Felsberg vom Obertor aus
Beliebtes Ausflugsziel und -motiv für Touristen: Unser Bild zeigt die Felsburg in Felsberg vom Obertor aus. © Manfred Schaake

Die Felsberger Felsburg ist eine beliebte Sehenswürdigkeit. Das sagen die Besucherzahlen, Ehepaare – und die Klickzahlen der Google-Nutzer.

Felsberg – Die Felsburg in Felsberg wurde als Ortseintrag mittlerweile mehr als eine Million mal auf der Suchmaschine Google angesehen. Darüber freut sich besonders Ragnar Heil, der im Ortsbeirat in Felsberg ist und die Felsburg 2017 als Ort bei Google erstellt hat. „Eine Million Aufrufe in nur fünf Jahren sind schon beachtlich“, sagt Heil, der über den Meilenstein vor Kurzem von Google informiert wurde.

Das zeige, dass Felsberg entgegen der allgemeinen Annahme touristisch sehr wohl wahrgenommen werde. Auch die Bewertungen sprechen dafür: 4,4 von 5 möglichen Sternen bei 222 Rezensionen (Stand: 4. November) zeigen, dass die Burg gut ankommt.

Die digitale Beliebtheit der Burg müsse laut Heil aber noch weiter genutzt werden. „Da steckt viel Potenzial hinter.“ Zum Beispiel seien bei Google-Einträgen auch Verweise auf soziale Medien möglich. Er ermutigt außerdem alle Felsberger, auch andere Orte bei Google zu erstellen. So könne das touristische Interesse an Felsberg auch digital bedient werden.

Felsburg: Besucherzahlen sind ein Erfolg

Die Besucherzahlen zeigen ebenfalls, dass viele Menschen gerne auf die Burg kommen: In diesem Jahr kamen ab Ostern an Sonn- und Feiertagen mehr als 2600 Besucher auf die Felsburg. Dies werteten der Vorsitzende des Burgvereins, Horst Fenge, und Arbeitswart Erik Herzog als einen Erfolg. Allein am letzten Öffnungstag Ende Oktober wurden 154 Besucher gezählt. Die Burg ist erst wieder ab Ostern 2023 an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Im Gegensatz zu 2020 und 2021 konnten in diesem Jahr auch wieder der Turm, die ehemalige Burgkapelle und der Keller besichtigt werden, in dem standesamtliche Trauungen stattfinden.

Fenge und Kulturwart Hans Poth haben in diesem Jahr mehr als 300 Besuchern eine Führung durch die Burg gegeben. „Die Felsburg ist ein toller Ort, um ohne Worte zu verweilen“, schrieb ein Besucher ins Gästebuch. Dem ist zu entnehmen, dass in diesem Jahr auch Besucher aus Frankreich, Slowenien, Schweden, der Ukraine, Taiwan, Ungarn und Malaysia auf die Burg kamen.

Rekord bei Hochzeiten auf der Felsburg

18 Ehepaare gaben sich in diesem Jahr auf der Burg standesamtlich das Ja-Wort. Im Vorjahr ließen sich laut Burgwartin Gisela Majesk. 14 Paare auf der Burg trauen. Der bisherige Rekord lag bei 16 Hochzeiten. Für das kommende Jahr gibt es bereits sieben Anmeldungen, darunter ein Paar aus der Schweiz.

Beliebt ist die Felsburg auch bei Hochzeitspaaren: 2022 wurde mit 18 Trauungen ein neuer Rekord aufgestellt: „Den Paaren und den Hochzeitsgästen gefällt das Ambiente auf der Felsburg“, sagt Gisela Majeske, die mit ihrem Mann Erich das Burgwart-Amt begleitet. Renate Braun lässt jedes Mal mit guten Wünschen die Tauben fliegen, die den Jungvermählten Glück bringen sollen. Die Trauungen findet jetzt im Burgkeller statt, den der Burgverein mit einem neuen Holzfußboden ausgelegt hat. „Der Raum kommt bei den Hochzeitsgesellschaften sehr gut an“, sagt Gisela Majeske.

Helge Wambach, der Ortsvorsteher von Albshausen, gehörte zu den Besuchern des letzten Öffnungstages in diesem Jahr. „Die Felsburg ist eine echte Bereicherung Nordhessens“, sagte er. Und seine Frau Susan ergänzte in Richtung Hochzeiten: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Schönes auf der Felsburg findet.“

Felsburg soll stärker beworben werden

Zu den Besuchern gehörten auch Kurgäste aus Bad Wildungen. Die hatten in Fritzlar zufällig von der Felsburg erfahren. Dies ist nach Angaben von Arbeitswart Erik Herzog ein Anlass, in der Badestadt stärker für die Drei-Burgen-Stadt als attraktives nahe gelegenes Ziel zu werben. Der 500 Mitglieder zählende Burgverein betreut das staatseigene Baudenkmal seit 1885 ehrenamtlich im Auftrag der Staatlichen Verwaltung der Schlösser und Gärten in Hessen.

Der Arbeitskreis unter Leitung des Arbeitswartes Erik Herzog hat schon bis zu 1000 Stunden pro Jahr geleistet. In diesem Jahr lobten Besucher unter anderem, „in welch tollem Zustand sich die Felsburg befindet.“ Der Verein wurde unter anderem mit dem Paul Dierichs-Preis unserer Zeitung und dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.

„Ein toll erhaltenes Kulturgut, Dank und beste Grüße aus Dresden“, schrieb ein Besucher. „Danke für die Herzlichkeit, Danke für die wunderbare Führung, die gut erhaltene Burg“, heißt es in einem anderen Eintrag. Und: „Eine wunderbare Burg, der Aufstieg hat sich gelohnt.“ (Manfred Schaake/William Abu El-Qumssan)

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