Krippenplätze werden jedoch teurer 

Eltern in Felsberg zahlen weniger für Kinderbetreuung

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Entlastung für die Eltern: Sie müssen für die Betreuung von Kindern zwischen drei bis sechs Jahren in den Felsberger Kindertagesstätten – hier die Kita Rappelkiste in Gensungen – künftig weniger bezahlen.

Felsberg. Felsberger Eltern zahlen ab sofort weniger für die Betreuung ihrer Kinder im Kindergarten.

Das Stadtparlament hat in der Sitzung am Donnerstagabend die neue Gebührensatzung für die Kindertagesstätten beschlossen.

Die Gebührenbefreiung

Sechs Stunden Betreuung am Tag sind jetzt kostenlos. Gebührenfrei ist die Kernzeit von 8 bis 12 Uhr – diese muss gebucht werden – sowie zwei weitere, an diesen Zeitraum anschließende Stunden. Wer sein Kind zum Beispiel um 7 Uhr in die Kita bringt, zahlt bis 13 Uhr keine Kitagebühren.

Die Erhöhung

Das gilt allerdings nur für die Kinder ab drei Jahren. Die Eltern von Kindern unter drei Jahren werden künftig stärker zur Kasse gebeten, denn der Stundensatz wurde erhöht.

Vier Stunden Betreuung von 8 bis 12 Uhr (genannt Grundmodul) kosten nun 120 Euro monatlich – statt bisher 100 Euro. Jede weitere angefangene Stunde kostet zusätzlich 30 Euro im Monat, bisher waren es zwischen 1,10 und 1,40 Euro täglich.

Die Kritik

Hilmar Löber (SPD) sprach wegen der Gebührenerhöhung für die jüngeren Kinder von einer „sehr großen Ungerechtigkeit.“ Man wälze die Belastung einfach auf die jungen Familien um. „Wir sprechen hier von einer Gebührensteigerung um 20 Prozent.“ Er könne deshalb der Satzungsänderung nicht zustimmen, sagte Löber. „Junge Eltern werden jetzt zunächst mehr belastet“, räumte Kirsten Konhäuser (SPD) ein. „Aber auf lange Sicht sparen alle Eltern Geld.“

Das Rechenbeispiel

Wer sein Kind an fünf Tagen pro Woche von 7 bis 17 Uhr betreuen lässt, zahlte bislang bis zu 276 Euro monatlich – egal, ob das Kind älter oder jünger als drei Jahre alt war (monatlich 100 Euro Grundmodul + Tagessatz von 7,65 Euro). Jetzt liegen die Gebühren für Krippenkinder unter drei Jahren bei 300 Euro im Monat (120 Euro Grundmodul plus 6 mal 30 Euro für die übrigen Stunden). Für Kinder ab drei Jahren werden hingegen nur noch 120 Euro (4 mal 30 Euro) monatlich fällig, weil sechs Stunden Betreuungszeit täglich kostenlos sind.

Damit sparen Eltern, die ihr Kind vom Krippenalter bis zur Einschulung, also fünf Jahre lang, betreuen lassen, über den gesamten Zeitraum gesehen mehrere tausend Euro – auch, wenn sie während der zweijährigen Krippenzeit stärker zur Kasse gebeten werden als bisher.

Die Geschwisterregelung

Eine Erleichterung für die Eltern gibt es auch bei der Geschwisterregelung: Bislang galt, das für das zweite Kind noch 50 Prozent der Kitagebühren gezahlt werden mussten, für jedes weitere Kind musste keine Gebühr mehr bezahlt werden. Künftig werden für das zweite Kind nur noch 20 Prozent der Gebühren fällig, jedes weitere Kind wird kostenlos betreut.

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