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ESG Gensungen/Felsberg bleibt trotz Abstieg optimistisch

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Von: Manfred Schaake

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Tradition nach jedem Spiel: Die Mannschaft geht auf die Zuschauertribüne zu und bedankt sich bei den Fans. Die haben auch bei Niederlagen oft zum Team gehalten.
Tradition nach jedem Spiel: Die Mannschaft geht auf die Zuschauertribüne zu und bedankt sich bei den Fans. Die haben auch bei Niederlagen oft zum Team gehalten. © Manfred Schaake

Die Fans und weitere Unterstützer der ESG Gensungen/Felsberg sind enttäuscht: Die erste Mannschaft ist nach zwei Jahren aus der 3. Bundesliga abgestiegen. Der Blick geht dennoch nach vorn.

Gensungen/Felsberg – Der Abstieg der ESG Gensungen/Felsberg entschied sich am Wochenende nach einer Niederlage in Flensburg. Dennoch herrschte danach schon wieder Optimismus. „Mit dem neuen Trainer Frank Eidam und einem guten Team werden wir wieder aufsteigen“, hieß es am Wochenende in der „Hölle Nord“. Unter diesem Namen ist die Kreissporthalle weithin bekannt.

Die Nachricht von der Niederlage in Flensburg erreichte die Fans im Edertal, als sie den 36:26-Sieg der 2. Mannschaft über die HSG Werra WHO feierten und damit ihre Chance zum Aufstieg in die Landesliga wahrten. „Das ist Wahnsinn“, stimmten die Anhänger der 2. Mannschaft an. Und während der Siegesfeier war mit Blick auf die 1. Mannschaft zu hören: „Wir schaffen das, und auch die erste Mannschaft kommt wieder hoch.“

„Der Abstieg wurde schon in den Spielen zu Hause entschieden, weil wir nicht in der Lage waren, unsere Chancen zu nutzen. Ziel ist der Wiederaufstieg.“ Das erklärte im HNA-Gespräch Jochen Keim, seit 1995 Vorsitzender des TSV Jahn Gensungen. Er freue sich auf Derbys mit nordhessischen Mannschaften. Die Mannschaft bleibe im Wesentlichen zusammen. Keim: „Mit dem neuen Trainer gibt es auch eine neue Motivation.“

„Der Abstieg ist selbst verschuldet. Ich bin davon überzeugt, dass wir in der neuen Serie mit um den Aufstieg spielen werden“, sagt Stefan Schmid, Vorsitzender des TSV Eintracht Felsberg. Schmid: „Wir haben mit Hannes Iffert einen bärenstarken Kreisläufer verpflichtet. Von Frank Eidam erhoffe ich, dass er als ehemaliger Mittelmann mit unseren vorhandenen, hervorragenden Rückraumspielern das Spiel im Angriff variabler gestalten kann, damit wir für den Gegner schlechter auszurechnen sind.“ Michael Augustin hat für Gensungen und Felsberg über 20 Jahre lang Handball bis zur Regionalliga gespielt. Er betont: „Ich wünsche allen, die 3. Liga wieder zu erreichen, weil in unserem Handball im Edertal ganz viel Herzblut steckt.“

„Ich habe drei Auf- und drei Abstiege erlebt und bin sicher, dass ich den vierten Aufstieg erleben werde“, ist sich Thomas Teiß sicher. Er ist Vorsitzender des Fanclubs „Hölle Nord“, der die Kreissporthalle schon oft in einen Hexenkessel verwandelt und Spieler und Fans immer wieder motiviert hat. Teiß: „Ich freue mich, dass das Team zusammen bleibt und verstärkt wird und bin sicher, dass wir in der neuen Saison um den Wiederaufstieg spielen werden.“ Seit 20 Jahren ist Sandra Lohne Mitglied im Fanclub. Bei ungezählten Spielen hat sie zur Begrüßung der Gäste den Auflauf der Kinder auf dem Spielfeld organisiert. Zum Abstieg sagt sie: „Ich bin sehr traurig. Mit so tollen Fans hätten wie die 3. Liga weiter verdient gehabt. Wir werden den Wiederaufstieg schaffen.“

„Der Abstieg ist extrem bedauerlich, wir haben alles versucht, ihn zu verhindern, aber es hat am Ende nicht gereicht“, sagt Tobias Rummeleit, der Technische Direktor der ESG, und: Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg ohne Wenn und Aber.

Zwei treue Begleiter des Handballs im Edertal: Hallensprecher Peter Schmid und Fan-Club-Vorsitzender Thomas Teiß vor dem Banner des Fanclubs Hölle Nord.
Zwei treue Begleiter des Handballs im Edertal: Hallensprecher Peter Schmid und Fan-Club-Vorsitzender Thomas Teiß vor dem Banner des Fanclubs Hölle Nord. © Manfred Schaake

Reinhard Stieglitz aus Rhünda ist seit vielen Jahren Gönner der ESG. Er sagt: „Der Abstieg ist ein Spiegelbild der letzten beiden, durch Corona geprägten und eigentlich verkorksten Spielzeiten. Die Abstiegsrunde zum Schluss war gekennzeichnet von knappen Ergebnissen zuungunsten der HSG – das Glück war uns nicht hold. Dank an Trainer und Mannschaft, Kopf hoch.“

Nach der Saison sei vor der Saison, meint Stieglitz: „Die Mannschaft steht zusammen, ist jung und eingespielt. Der neue Trainer steht in den Startlöchern, ich freue mich auf viele interessante Begegnungen mit alten Bekannten gerade aus Mittel- und Südhessen in einer sehr starken 4. Liga. Wir steigen wieder auf.“

Peter Schmid ist seit mehr als 30 Jahren Hallensprecher und hat ein Stück Handballgeschichte bis in die 2. Bundesliga erlebt, hat das Team angefeuert und motiviert. Er sagt: „Schön, dass die Mannschaft zusammen bleibt. Ich rechne fest damit, dass wir wieder aufsteigen, ich möchte noch mal 3. Liga sprechen. Der Abstieg hätte nicht sein müssen. Wir haben den Sieg in Flensburg leider verschenkt.“ (Manfred Schaake)

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