100-jähriges Bestehen der Handball-Sparte

Feldhandball in Felsberg soll bei großem Fest wieder aufleben

Die 1. Mannschaft von 1967: oben von links Kurt Keim, Trainer Adolf Reinhard, Jürgen Eichel, Ernst Nestler, Franz Wagner, Adolf Kraft, Helmut Servos, Spartenleiter Karl Imming. Mitte: Werner Freudenstein, Fritz Franke, Herbert Kinnback, Kurt Wenderoth. Vorne: Konrad Wagner, Dieter Clobes, Karl-Heinz Heise, Gerhard Mainz.
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Die 1. Mannschaft von 1967: oben von links Kurt Keim, Trainer Adolf Reinhard, Jürgen Eichel, Ernst Nestler, Franz Wagner, Adolf Kraft, Helmut Servos, Spartenleiter Karl Imming. Mitte: Werner Freudenstein, Fritz Franke, Herbert Kinnback, Kurt Wenderoth. Vorne: Konrad Wagner, Dieter Clobes, Karl-Heinz Heise, Gerhard Mainz.

100 Jahre Handball bei der Eintracht 1863 Felsberg: Aus diesem Anlass ist ein Spiel auf dem Großfeld am 3. September geplant.

Felsberg – Die Handballfreunde in der Region dürfen sich auf eine besondere Attraktion freuen: Am Samstag, 3. September, wird im Felsburg-Stadion ein Handballspiel auf Großfeld stattfinden – eine seit Jahrzehnten verschwundene Sportart. Anlass ist das 100-jährige Bestehen der Handball-Sparte des Turn- und Sportvereins Eintracht 1863 Felsberg.

„Wir freuen uns, den Beginn einer Felsberger Erfolgsgeschichte würdig zu begehen“, sagt Stefan Schmid, der Vorsitzende des mit rund 800 Mitgliedern größten Felsberger Vereins. Die Eintracht hofft, dass zu dem Jubiläumsspiel möglichst viele ehemalige Feldhandballer kommen und spielen werden.

Zum vormerken: Los geht es am 3. September um 14 Uhr mit einem Jugendspiel. Ab 15.30 Uhr wird Großfeld-Handball geboten, ab 17.30 Uhr werden die Mitglieder geehrt. Um 18 Uhr beginnt ein Treffen ehemaliger Eintracht-Handballer und Handballerinnen aller Generationen.

Ursprünglich hatte man an ein Großfeld-Turnier heimischer Vereine, die im Feldhandball einen Namen hatten, gedacht. Das aber lasse sich nicht organisieren, hieß es in einer Zusammenkunft der Organisatoren. Fest steht, dass Peter Pfaff eine Fotoausstellung präsentieren wird. Der 67-jährige Marketingmanager im Ruhestand hatte 2015 eine Felsberger Handballchronik geschrieben.

In der einmaligen Fleißarbeit sind alle Details des Felsberger Handballs bis hin zur Spielersitzung in Löbers Backstube dokumentiert. Die jungen Männer durften damals noch nicht ins Gasthaus. Pfaff hat festgehalten, dass das erste Handballspiel am 22. Januar 1922 bei bitterer Kälte und hohem Schnee stattgefunden hat.

Die Handballer zogen von Wiese zu Wiese, weil es noch keinen Sportplatz gab. Dokumentiert sind viele Erfolge bis hin zum Aufstieg 1968 in die Oberliga Süd West. Sie war damals Deutschlands zweithöchste deutsche Feldhandball-Spielklasse, aus der die Eintracht allerdings zwei Jahre später wieder absteigen musste. Handball auf dem Großfeld gibt es schon lange nicht mehr.

Das Damen-Team von 1986: hinten von links Trainer Karl-Heinz Pekrul, Regina Wiederhold, Claudia Wurst 1, Claudia Wurst 2, Heike Ries, Betreuer Lothar Ries. Vorne: Brigitte Hühne, Kornelia Höhmann, Silke Schrader, Monika Köhler, Susanne Seifert, Karin Raband. Archi

1975 fand die letzte deutsche Meisterschaft auf Großfeld statt, erläutert Pfaff. 1973 war die Sportvereinigung Harleshausen Deutscher Vizemeister geworden. Seit 1946 auch Damenhandball auf dem Großfeld

Peter Pfaff wird in der Ausstellung auch den Damenhandball in Felsberg dokumentieren. Zu den ersten Damenhandballerinnen der Eintracht gehörten 1946 Annemarie Schaub, Irmi von Schweitzer, Ruth Müller, Elisabeth Rosenblath, Marianne Fenge, Herta Riemenschneider, Frieda Becker, Rosel von Schweitzer, Sophie Schaub, H. Kirschner, Elsa Bernhardt, Anna Eichel, Erna Wehrhahn, Brunhilde Römer, Margret Becker, Martha Schmidt und Änne Großkurth. Pfaff, dessen Mutter zu den Frauen der ersten Stunde gehört: „Gespielt wurde natürlich, wie bei den Männern, auf Großfeld.“

Beim Fest am 3. September wird auch die 2. Mannschaft der ESG Gensungen/Felsberg geehrt: Sie ist kürzlich – wie berichtet – in die Landesliga aufgestiegen. Eintracht Felsberg und Jahn Gensungen waren früher Erzrivalen. 1990 gründeten beide Vereine die Handball-Spielgemeinschaft Gensungen/Felsberg, die ab 1997 elf Jahre in der 2. Bundesliga spielte und in dieser Zeit viermal besser abschnitt als der heutige Erstligist MT Melsungen. Handball mit Herz lautet seit Jahrzehnten das Motto im Edertal. (Manfred Schaake)

Kontakt: vorsitzender@eintracht-felsberg.de

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