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Felsberger Familie sammelt Spenden für Kinder- und Jugendhospizdienst

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Marcel Kordel und seine Familie sind bekannt für ihr bunt-leuchtendes Weihnachtshaus. Auch in diesem Jahr wollen sie damit vor allem für einen guten Zweck begeistern.
Marcel Kordel und seine Familie sind bekannt für ihr bunt-leuchtendes Weihnachtshaus. Auch in diesem Jahr wollen sie damit vor allem für einen guten Zweck begeistern. © Heinz Rohde

Marcel Kordels Haus ist in seiner Felsberger Nachbarschaft bekannt. Zur Weihnachtszeit schmückt der 43-Jährige das Haus und den Vorgarten mit vielen bunten Leuchten und Figuren.

Felsberg – Doch es geht ihm und seiner Familie dabei nicht allein um die Optik. Vor dem Haus steht auch eine Spendendose. Mit dieser sammeln die Kordels Geld für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Fritzlar/Nordhessen.

Das „Sparkling Christmas House“, wie die Kordels ihr Heim nennen, erstrahlt jeden Abend von 17 bis 22.30 Uhr. „An den Adventstagen gibt außerdem eine Laser-Show und weihnachtliche Musik über Boxen“, sagt Kordel.

Vergangenes Jahr hatte Familie Kordel für den Verein für krebskranke Kinder Kassel gesammelt. „Dabei kamen etwas mehr als 200 Euro zusammen“, sagt er. Da hatten sie die Dose aber auch erst mitten im Dezember aufgestellt. Dieses Jahr sammeln sie bereits seit dem Zweiten Advent. „Wir wollen auf jeden Fall wieder Kindern helfen“, erklärt Kordel den Zweck der Spende. Bis Anfang Januar wollen die Kordels die Spenden sammeln. Dann wird die Deko wieder abgebaut.

Kordel berichtet, dass er und seine Frau Sabrina wegen der Energiekrise lange überlegt haben, ob die stromverbrauchende Weihnachtsdeko aufgebaut werden soll oder nicht. „Ich habe zwar Spaß daran, aber ich mache es ja nicht nur für mich. Und wenn man Spenden sammeln will, muss den Leuten ja auch etwas geboten werden, damit sie spenden“, sagt er. „Ich glaube sogar, dass es jetzt noch wichtiger ist, ein Zeichen zu setzen und zu spenden.“

Und so wurde neben der ganzen Deko auch ein kleines Spendenhäuschen im videoüberwachten Eingangsbereich des Hauses an der Straße Im Kirchgarten aufgestellt. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst hat sich auf die Fahnen geschrieben, an der Seite von Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind zu stehen. Das schließt eine Entlastung der Eltern und Angebote für Geschwister ein. Im Mittelpunkt stehen immer die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und der Familie.

Da sich der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst überwiegend aus Spenden finanziert und angesichts der enorm hohen Sprit- und Energiekosten sowie der Kosten für Schnelltests und Hygieneprodukte für die Besuche in den Familien, ist diese Unterstützung sehr willkommen“, sagt Heinz Rohde vom Deutschen Kinderhospizverein. (William Abu El-Qumssan)

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