Felsberg: Fördergeld für Altstadt-Gestaltung droht zu verfallen

Platz Burgenblick: Die Bushaltestelle soll auf Forderung des Ortsbeirates bleiben. In der Mitte ist eine durchgehende, 1,40 Meter hohe Mauer geplant, die der Ortsbeirat auch wegen der Barriere für die Feuerwehr kritisiert. Behindertenbeauftragter Kolja Sippel schlägt auf der linken Seite eine 2,50 Meter breite Rampe für Fußgänger und Rollstuhlfahrer vor. Fotos: Schaake

Felsberg. Die Stadt Felsberg muss sich beeilen, wenn sie für die Umgestaltung der Altstadt Fördergeld aus dem Stadtumbau-Programm nutzen möchte.

Bis Ende Mai müsse die Stadt beim Zweckverband Mittleres Fuldatal konkrete Anträge vorlegen - andernfalls drohten die Zuschüsse zu verfallen, sagt der Felsberger Ortsvorsteher Klaus Döll.

Er beruft sich dabei auf Marion Karmann, Regionalmanagerin der Region Mittleres Fuldatal. Auf die Frage Dölls, ob der Verlust des Fördergeldes droht, habe Karmann geantwortet: „Ja, derzeit laufen wir Gefahr, Fördermittel an das Land zurückgeben zu müssen, da die Umsetzung stockt.” Bis Ende Mai müsse sie wissen, welche Projekte bis November in Felsberg umgesetzt werden können. Anderenfalls gehe das Geld an eine andere Kommune.

Der Ortsbeirat hat jetzt auf Bitten der Stadt eine Prioritätenliste für die verschiedenen Vorhaben in der Altstadt erstellt. Ganz oben auf der Liste steht die Gestaltung des Robert-Weinstein-Platzes, an zweiter Stelle folgt der Platz Burgblick zwischen Ober- und Untergasse. An dritte Stelle setzte der Ortsbeirat zwei Projekte: den auf dem alten Felsburg-Sportfeld geplanten Mehrgenerationen-Spielplatz und den Ankauf der Synagoge, die der Verein zur Rettung der Synagoge wieder in den ursprünglichen Zustand versetzen will. Platz drei für beide Projekte begründete Ortsvorsteher Klaus Döll damit, dass keine konkreten Unterlagen vorliegen.

Bürgermeister Volker Steinmetz versicherte auf Anfrage der HNA, dass die Stadt die Anträge rechtzeitig beim Zweckverband Mittleres Fuldatal einreichen werde. In der kommenden Sitzung am 28. Mai würden die Stadtverordneten den Beschluss treffen, gleich danach werde man die Anträge einreichen, so dass sie fristgerecht bis Ende Mai vorliegen würden.

 

Warum die Gestaltung der Plätze in der Felsberger Altstadt umstritten ist, lesen Sie in der gedruckten Ausgabe.

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