Stute lag Stunden auf dem Eis

Nach Teichunfall im Februar: Böddiger Pferde sind wohlauf

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Sie ist froh, dass es der Stute wieder gut geht: Maria Vith mit Asta, die im Februar dieses Jahres von der Feuerwehr von einem zugefrorenen Fischteich gerettet werden musste. 

Böddiger. Der Stute Asta, die Ende Februar 2018 in einen zugefrorenen See in Böddiger einbrach, geht es gut. Wir haben sie besucht.

Es war ein kalter Mittwoch Ende Februar, als die 21 Jahre alte und trächtige Stute Asta auf einen zugefrorenen Fischteich in Böddiger lief, stürzte und nicht mehr alleine aufstehen konnte. 

Über mehrere Stunden lag sie dort, bis Feuerwehrleute sie retteten. Heute, fünf Monate nach dem Unfall, geht es Asta wieder richtig gut. Und wohlauf ist auch ihr Fohlen, der kleine Muckel.

Auch dem Fohlen geht es gut.

Vier Wochen habe die Stute gebraucht, bis sie sich von dem Unfall einigermaßen erholt hatte, sagt Pferdehalterin Maria Vith aus Böddiger. „Sie hatte immer wieder Schwierigkeiten, alleine aufzustehen.“ Durch die lange Zeit, die Asta in der Kälte verbringen musste, hat sie sich einen Kreuzverschlag zugezogen. Dabei übersäuern die Muskelzellen und zerfallen.

„Durch die Unterkühlung waren die Beine angeschwollen“, berichtet Maria Vith. Und viele Medikamente habe Asta nicht bekommen dürfen, denn sie war zu diesem Zeitpunkt trächtig. „Durch die Erkrankung stoppte die Entwicklung von Muckel.“ Als er Ende Mai geboren wurde, sei er seiner Zeit etwa vier Wochen hinterher gewesen. „Das war eine harte Zeit“, erinnert sich Maria Vith. Muckel habe nicht selbstständig gefressen, musste Tag und Nacht mit der Flasche gefüttert werden. „Er war lange Zeit sehr wackelig auf den Beinen.“

Muckel sieht man seine Entwicklungsverzögerung mittlerweile nicht mehr an. Wenn er aus dem Stall auf die Koppel darf, rennt er wie ein Wilder hin und her. „Wir sind wirklich froh, dass er sich so toll entwickelt hat.“

Auch Asta habe den Schock gut überwunden. Wenn ein Pferd nicht mehr selbst aufstehen kann, gerät es üblicherweise in Panik, erklärt Maria Vith. „Denn ein Pferd, das nicht hochkommt, wird in freier Wildbahn getötet.“ Dass beide Pferde das Unglück so gut überstanden haben, sei der Tatsache geschuldet, dass es sich um Isländer handelt. „Die sind wirklich sehr robust und hart im Nehmen.“

Wie es zu dem Unfall gekommen ist, weiß die Pferdehalterin immer noch nicht genau. „Ich vermute, dass Asta trinken wollte und dann auf dem Eis ausgerutscht ist.“

23 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren damals im Einsatz, um das Pferd vom Eis zu holen.

Fotos: Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen

Pferd von Teich gerettet Böddiger Felsberg zot123
Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen © Wenderoth
Pferd von Teich gerettet Böddiger Felsberg zot123
Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen © Wenderoth
Pferd von Teich gerettet Böddiger Felsberg zot123
Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen © Wenderoth
Pferd von Teich gerettet Böddiger Felsberg zot123
Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen © Wenderoth
Pferd von Teich gerettet Böddiger Felsberg zot123
Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen © Wenderoth
Pferd von Teich gerettet Böddiger Felsberg zot123
Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen © Wenderoth
Pferd von Teich gerettet Böddiger Felsberg zot123
Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen © Wenderoth
Pferd von Teich gerettet Böddiger Felsberg zot123
Pferd im Teich bei Böddiger eingebrochen © Wenderoth

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