Felsberg soll als Ruhe-Oase aufblühen - Freiwillige Helfer legen Garten an

Arbeiten im Team: von links Waldemar und Alexander Bauer sowie Herbert Bollerhey gruben im Markwald Beuerholz die bis zu drei Meter hohen Rhododendren aus.

Felsberg. Der Grundstein für den Rhododendrengarten zwischen der Felsberger Altstadt und der Birkenallee ist gelegt.

Mehr als 20 freiwillige Helfer pflanzten am Samstag 50 Rhododendren. 150 weitere Rhododendren und Azaleen sollen Ende April hinzukommen, damit Felsberg dann richtig aufblühen kann.

Zur Gestaltung des parkähnlichen Geländes wurden 20 bis zu 1,2 Tonnen schwere Basaltblöcke gesetzt. Die bewegte Baggerführer Martin Bollerhey gekonnt. Derweil holte sein Vater Herbert im Markwald Beuerholz mit einem Bagger die bis zu drei Meter hohen und bis zu 40 Jahre alten Pflanzen aus dem Boden. Aus Altersgründen hatte die Familie Schrader ihre Baumschule aufgegeben. Gisela Schrader, die Schwester des verstorbenen Baumschul-Gründers, bot sie schon vor drei Jahren der Stadt an. Ein Teil wurde auf dem Friedhof und dem Berliner Platz gepflanzt.

DIE VORGESCHICHTE

Das Gelände für den an Fengen Gässchen entstehenden Rhododendrengarten war verwahrlost. In einem alten Wohnwagen lebte ein Felsberger. Nach seinem Tod verschwand der Schandfleck. Eine Blumenwiese sollte entstehen – daraus wurde nichts. Erneuter Wildwuchs sorgte für Kritik der Felsberger.

IDEE IM ORTSBEIRAT

Im Ortsbeirat unter Vorsitz von Klaus Döll entstand die Idee, einen Rhododendrengarten anzulegen. Der durch seinen Seerosengarten bekannte Landschaftsgestalter Herbert Bollerhey aus Rothwesten erarbeitete einen Plan, der nun umgesetzt wird. Die Vereinsgemeinschaft mit zehn Felsberger Vereinen wurde Partner. Vorsitzende Heike Miedler: „Wir möchten für alle Bürger eine neue Oase des Friedens und der Ruhe mit hohem Freizeitwert schaffen.“

GUTE RESONANZ

„Es hat geruckt, wir sind sehr zufrieden.“ Übereinstimmend zogen Heike Miedler und Klaus Döll nach dem neunstündigem Arbeitseinsatz am Samstag zufrieden Bilanz. Auch dank der Unterstützung der Firmen Bollerhey, Jütte, Özen, Wegener-Melato und Klinge habe es bestens geklappt. Von Spaziergängern habe es bereits Lob gegeben, und die Betreuer und Bewohner der Seniorenresidenz Sank Valentin freuten sich schon auf die Anlage. Beim nächsten Einsatz am Samstag, 29. April, ab 10 Uhr sollen auch Azaleen gepflanzt werden. Heike Miedler: „Unterschiedliche Blütezeiten machen den besonderen Reiz aus.“ 

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