Handball auf Großfeld

Felsberger feierten 100 Jahre Handball

Hallenhandballer auf dem Großfeld: Die 2. Mannschaft der ESG Gensungen/Felsberg spielte zum Jubiläum. Dieses Team ist in die Landesliga aufgestiegen und wurde jetzt vom Handballbezirk Melsungen-Fulda geehrt.
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Hallenhandballer auf dem Großfeld: Die 2. Mannschaft der ESG Gensungen/Felsberg spielte zum Jubiläum. Dieses Team ist in die Landesliga aufgestiegen und wurde jetzt vom Handballbezirk Melsungen-Fulda geehrt. 

Felsberg – Eine einst sehr beliebte, aber schon in den 1970er-Jahren ausgestorbene Sportart kam in Felsberg zu neuen Ehren: Der Feldhandball auf Großfeld lebte wieder auf.

Zum 100-jährigen Bestehen der Handballabteilung des Turn- und Sportvereins Eintracht 1863 wurde ein Großfeldspiel geboten. Handball wie in alten Zeiten kam bei den Zuschauern sehr gut an.

„Es waren schöne Zeiten“, war unter den Zuschauern immer wieder zu hören. Felsberg spielte einst in der zweithöchsten deutschen Feldhandball-Liga.

1990 schlossen sich die früheren Erzrivalen Felsberg und Gensungen zu einer Spielgemeinschaft zusammen, die elf Jahre in der 2. Bundesliga vertreten war. „Ohne diese gute Zusammenarbeit würde es heute im Edertal keinen Handball in dieser Form mehr geben“, sind sich viele Menschen einig. Beim TSV Jahn 1895 Gensungen wird der Handball 2025 100 Jahre alt.

Zwei Mannschaften der Spielgemeinschaft

Zum Felsberger Jubiläum spielte die 2. Mannschaft der Spielgemeinschaft – kürzlich in die Landesliga aufgestiegen – in den Traditionsfarben der beiden Vereine, Gelb und Grün, unter sich auf dem Großfeld. Am Ende stand es 19:18 für Grün. Mit heiteren Kommentaren feuerte Moderator Peter Pfaff die Mannschaften an und freute sich über ein wunderschönes Tor, „eine sehr schöne Bogenlampe“. Die Schiedsrichter Stefan Schmid und Michael Groß hatten keine Probleme.

Handball auf Großfeld – das ist „viel Laufarbeit“, wie Pfaff kommentierte. „Früher einer der besten Torhüter Nordhessens“ – so begrüßte er Helmut Nerling (74). Er hätte gern noch einmal im Tor gestanden, „aber ich habe es ihm verboten“, erklärte Pfaff. Sicher ist sicher, hieß die Devise, und eventuelle Verletzungen wollte man keinesfalls riskieren.

„Eine gute Idee“ – so lobte Horst Knötig das Spiel auf Großfeld. Er war selbst aktiver Spieler, Schiedsrichter und Zeitnehmer und erinnert sich gern an alte Zeiten. Zum Spiel des Landesligisten Gensungen/Felsberg auf dem Großfeld sagte er: „Die spielen schön, es fehlt nur noch, dass einer Batterie Feuer ruft.“

Unter den Gästen war auch Bäckermeister Konrad Löber, dessen gleichnamiger Großvater Mitbegründer des Felsberger Handballs war. „Er hat ununterbrochen 50 Spiele auf Großfeld bestritten“, ist er heute noch stolz. Weil die jungen Handballer vor 100 Jahren noch nicht ins Gasthaus durften, fanden alle Spielersitzungen und Treffen in Löbers Backstube statt.

Eine Felsberger Erfolgsgeschichte

„100 Jahre Handball in Felsberg sind eine Erfolgsgeschichte“, sagte Stefan Schmid, der Vorsitzende des TSV Eintracht. Ohne gute Jugendarbeit werde es keinen hochklassigen Handball mehr geben, betonte Schmid. Und hier leiste die Jugendspielgemeinschaft Dreiburgenstadt auch mit Unterstützung von Böddiger, Brunslar und Gensungen beispielhafte Arbeit: „Wir wollen weiterhin hochklassigen Handball bieten.“

Die Arbeit in Felsberg und Gensungen würdigte Klaus-Dieter Albert (Künzell) namens des Handball-Bezirks Melsungen-Fulda.

Auch er sei beeindruckt von den guten Leistungen im Edertal. Als sehr gelungen lobte Albert die von Peter Pfaff zusammengestellte Ausstellung über 100 Jahre Handball.

Die bewunderte auch Ronny Zeiler, er hatte die weiteste Anreise zum Handballfest. Er lebt heute auf Mallorca, spielte in Gensungen und Felsberg Handball und war nach seiner Tätigkeit als Industriekaufmann im HNA-Verlag bei der Bahn tätig. Er gehörte sechs Jahre der Eisenbahn-Handball-Nationalmannschaft an.

(Manfred Schaake)

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