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Felsberger Jugendliche nehmen Reiseplanung selbst in die Hand und erkunden Malta

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Die Jugendlichen planten selbstständig eine Reise nach Malta. Auf dem Bild ist die Gruppe bei einem Ausflug auf die maltesische Insel Gozo zu sehen, auf der Zitadelle der Stadt Victoria.
Die Jugendlichen planten selbstständig eine Reise nach Malta. Auf dem Bild ist die Gruppe bei einem Ausflug auf die maltesische Insel Gozo zu sehen, auf der Zitadelle der Stadt Victoria. © Anette Schindehütte-Lange

Jugendliche aus Felsberg waren auf einer Freizeit den Maltesern auf der Spur. Die Teilnehmer organisierten die Fahrt von Anfang bis Ende selbst – und lernten dabei viel.

Felsberg – In diesem Jahr hat das evangelische Jugendzentrum in Felsberg eine besondere Freizeit angeboten: 15 Jugendliche haben die Insel Malta erkundet. Das besondere an der zwölftägigen Reise: Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 21 planten die Fahrt unter dem Motto „Freizeit selbst organisiert – Komm mit an den Rand von Europa“ selbst.

Gemeinsam mit Diakonin Anette Schindehütte-Lange wurde mit einem kleinen Kreis ehrenamtlicher Jugendlicher überlegt, wie viel Geld für die Reise benötigt wird, berichtet Franziska Hildebrand. Die 19-Jährige aus Felsberg hat die Finanzierung der Reise größtenteils allein betreut. Viele Telefonate mussten dafür geführt werden: „Damit die Fahrt gefördert wird, habe ich unsere Idee bei verschiedenen Institutionen vorgestellt.“

Das gemeinsame Programm „Auf!leben nach Corona – Zukunft beginnt jetzt!“ des Bundesministeriums für Frauen, Senioren, Familie und Jugend und der Deutschen Kinder und Jugendstiftung war von Anfang an der Traumpartner für Franziska Hildebrand, um eine Förderung zu bekommen – und es klappte. „Es war eine tolle Erfahrung, das alles selbst in die Hand zu nehmen“, sagt sie.

Auch auf Malta haben die Jugendlichen die Planung übernommen. „Wir haben uns in vier Gruppen eingeteilt – an jedem Tag war eine andere für die Verpflegung, die Freizeitgestaltung und die Betreuung des Instagram-Kanals zuständig. Eine Gruppe hatte pro Tag frei“, sagt Franziska Hildebrand. Unterstützt wurden sie dabei von der Lehrerin Sandra Elsner, die mal ein halbes Jahr auf Malta gelebt hat.

Für die 19-Jährige waren die mittelalterlichen Städte Medina und Rabat die Höhepunkte der Reise. „Die hohen Mauern und alten Festungen waren sehr beeindruckend“, berichtet sie. Dort gab es auch Führungen eines ortskundigen Pfarrers, der den Jugendlichen auch sehenswertes abseits der touristischen Höhepunkte zeigte.

Außerdem gehörten Strandausflüge und das Schnorcheln im Meer zum Programm und es ging auf die Insel Gozo und die Hauptstadt Valletta. Außerdem tauschten sich die Felsberger mit Jugendlichen der evangelischen Andreasgemeinde Malta aus.

An jedem Abend hielten die Jugendlichen ein Malta-Meeting ab – „da haben wir über den Tag gesprochen und reflektiert, was gut und was nicht so gut gelaufen ist“, sagt Franziska Hildebrand. Zum Beispiel haben sich die Jugendlichen einen Tag zu spät getroffen, um den Bus zu kriegen.

„Das nächste Mal haben wir uns dann früher getroffen.“ Auch beim Einkauf musste anfangs noch etwas nachgebessert werden.

Die Einteilung in vier Teams hat laut der Ehrenamtlichen aber gut geklappt. „Wir konnten uns abends schon darauf einstellen, was am nächsten Tag an Verantwortung auf uns zukommt.“ (William Abu El-Qumssan)

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