Felsberg: Keine Angst vor Ergebnis

Felsberger Schüler haben sich auf Corona getestet – bisher alle negativ

Warten auf das Ergebnis: Schüler der Drei-Burgen-Schule in Felsberg haben sich nach den Osterferien zum ersten Mal in der Schule auf eine Coronainfektion getestet.
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Warten auf das Ergebnis: Schüler der Drei-Burgen-Schule in Felsberg haben sich nach den Osterferien zum ersten Mal in der Schule auf eine Coronainfektion getestet.

Zum Schulstart nach Ostern mussten Schüler im Präsenzunterricht nasebohren mit Tupfern für den Corona-Schnelltest. An der Felsberger Drei-Burgen-Schule zeigt Ärztin Dr. Saskia Schmidt, wie das geht.

Felsberg – Die Schüler müssen den Tupfer dabei in jedem Nasenloch drehen. „Wenn ihr den Test dreimal gemacht habt, habt ihr den Bogen raus“, sagt Schmidt, die sich freiwillig in Felsberg engagiert, zu den Schülern. Ihre beiden Töchter gehen ebenfalls auf die Schule. Dabei schaut ihnen die Ärztin aus der Gensunger Gemeinschaftspraxis genau zu und korrigiert sie, wenn zum Beispiel der Tupfer nicht tief genug in der Nase ist.

Einer der Schüler ist Baran Kervan (12) aus der sechsten Klasse. Er sagt: „Es hat ein bisschen gebrannt, aber nicht schlimm.“ Anderen kitzelte es nur in der Nase. So auch Kervans Klassenkameradin Michelle Sandrock (13), die es richtig findet, dass die Schüler getestet werden. „So können wir unsere Eltern und Großeltern schützen“, sagt sie.

Doch es geht auch um den eigenen Schutz. „Wenn einer mit dem Coronavirus infiziert ist, können wir so verhindern, dass wir uns gegenseitig anstecken“, sagt Lisa Schmidt (15), Hauptschülerin in der neunten Klasse. Ihr Klassenkamerad Marvin Semmler (15) hat keine Angst vor dem Ergebnis: „Ich bin zwar ein bisschen aufgeregt, aber wenn ich Corona habe, ist es eben so“, sagt er, „dann kann ich es nicht mehr ändern.“

Ärztin Dr. Saskia Schmidt (42).

Es sei jedoch die Angst vor einem positiven Schnelltest, wegen der die Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken. Das betreffe an der Drei-Burgen-Schule acht von 180 Schülern „Die Eltern fürchten, ihre Kinder könnten bei einem positiven Ergebnis diskriminiert werden“, sagt Schulleiter Karl-Werner Reinbold (65).

Zudem hätte es einige Eltern gestört, dass bei politischen Entscheidungen über Corona-Schutzvorkehrungen an Schulen keine Eltern einbezogen worden waren. Auch um bei den Eltern für Akzeptanz zu werben und ihre Bedenken zu zerstreuen, habe die Schule das Angebot der Ärztin angenommen.

Die Schule habe 2000 Schnelltests vom Land Hessen bekommen – bestehend aus Tupfer, Pufferlösung, Pipettierhilfe und Testkassette. „Die hätten für alle Schüler zwei Wochen gereicht“, sagt Reinbold, „da wir den Präsenzunterricht aber nur mit den fünften und sechsten sowie mit den Abschlussklassen begonnen haben, reichen sie länger.“ Bisher waren alle Tests negativ. (Fabian Becker)

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