Spenden für krebskranke Kinder

Felsberger Weihnachtshaus leuchtet für den guten Zweck

Bunt und hell: Das Haus von Familie Kordel aus Felsberg erstrahlt seit vielen Jahren zur Weihnachtszeit. Doch jedes Jahr kommen neue Leuchtelemente dazu – zu bestaunen bis Anfang Januar an der Straße Im Kirchgarten.
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Bunt und hell: Das Haus von Familie Kordel aus Felsberg erstrahlt seit vielen Jahren zur Weihnachtszeit. Doch jedes Jahr kommen neue Leuchtelemente dazu – zu bestaunen bis Anfang Januar an der Straße Im Kirchgarten.

Für den Felsberger Marcel Kordel ist die Weihnachtszeit immer eine ganz besondere Zeit, denn sein Haus erstrahlt jedes Jahr aufs Neue. Diesmal sogar sogar für den guten Zweck.

Felsberg – „Eigentlich machen wir das mit der Weihnachtsbeleuchtung schon immer“, sagt Kordel. „Doch Jahr für Jahr kommen neue Elemente dazu.“ Dabei ist der 42-Jährige immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Sachen und Unikaten. So steht über der Haustür eine Weihnachtsmannfigur, die den Countdown bis Heiligabend anzeigt. „Das ist meines Wissens einmalig.“ Wichtig ist Kordel, dass trotzdem alles stimmig ist.

Dieses Jahr haben die Kordels das erste Mal aufblasbare Weihnachtsfiguren im Garten. „Anfangs war ich nicht so überzeugt davon, doch mittlerweile finde ich die super“, sagt Kordel. Außerdem dieses Jahr neu: Eine Spendendose. „Es haben ein paar Leute gefragt, ob sie denn etwas spenden könnten. Und so haben wir die Dose vor der Tür aufgestellt.“

Volle Spendendosen für krebskranke Kinder

Der Erlös geht an den Verein für krebskranke Kinder Kassel. Die Mutter seiner Frau Sabrina ist vor zwei Jahren an Krebs gestorben, berichtet Kordel. „Als Erwachsener diese Diagnose zu bekommen, ist schon so schlimm, für Kinder und deren Angehörige muss das die Hölle sein.“

Mit dem Tod seiner Schwiegermutter, die für die Weihnachtsdeko auch Feuer und Flamme war, sei die Schmück-Tradition fast beendet worden. Hinzu kam, dass Vandalen ebenfalls vor zwei Jahren einen Großteil der Dekoration zerstört hatten. „Das war wirklich ein Tiefpunkt, wir wollten das eigentlich nicht mehr machen.“

Marcel Kordel aus Felsberg sammelt dieses Jahr das erste Mal Spenden.

Traditionell erstrahlt das „Sparkling Christmas House“, wie die Kordels ihr Heim nennen, am Montagabend nach Totensonntag das erste Mal. Als vor zwei Jahren keinerlei Vorbereitungen zu sehen waren, fragten die Nachbarn nach. „In einer Nacht-und-Nebel-Aktion haben wir dann doch alles ausgepackt und aufgebaut. Wir wollten die Kinder in der Nachbarschaft nicht enttäuschen.“

Seit dem Zerstörungs-Vorfall überwachen die Kordels ihr Haus per Videoaufzeichnung. Das habe ihnen die Polizei empfohlen. „Das lohnt sich wegen der Spendendose vor der Tür jetzt natürlich noch mehr“, sagt der 42-Jährige.

Festliche Musik und unzählige Lämpchen

Jeden Abend gegen 16.30 Uhr gehen die unzähligen Lämpchen und Leuchten am Weihnachtshaus an – „alles geregelt über eine Zeitschaltuhr“, sagt Kordel. Am Wochenende kommt über große Boxen auch festliche Musik dazu.

Für das kommende Jahr hat der Felsberger auch schon konkrete Vorstellungen, was die winterliche Leucht-Landschaft am Haus ergänzen soll. „Verraten möchte ich aber noch nichts, das wird eine Überraschung.“ (William Abu El-Qumssan)

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