Felsberg

Freie Fahrt in beide Richtungen: Einbahnstraßenregelung in Posener Straße wieder aufgehoben

Wird zurückgenommen: Die Einbahnstraßenregelung Posener Straße. Zwischen der Einmündung Steinweg und der Straße zum Haintor kann die Straße wieder in beiden Richtungen befahren werden.
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Wird zurückgenommen: Die Einbahnstraßenregelung Posener Straße. Zwischen der Einmündung Steinweg und der Straße zum Haintor kann die Straße wieder in beiden Richtungen befahren werden.

Autofahrer dürfen die Posener Straße in Felsberg nun wieder in beiden Richtungen benutzen.

Felsberg – Die vom zuständigen Ordnungsamtsbezirk Melsungen ursprünglich auf Antrag des Felsberger Magistrats erlassene Einbahnstraßenregelung wird aufgehoben. Wie die Stadt Felsberg am Wochenende auf HNA-Anfrage mitteilte, soll die Beschilderung ab heute geändert werden. Seit September war die Posener Straße in Richtung Zum Haintor Einbahnstraße. Das Haintor ist Einbahnstraße bis zur Schulstraße.

Dies steht im Zusammenhang mit der neuen Ortsumgehung. Die Neuregelung war vom „alten“ Magistrat vor der Kommunalwahl beantragt wurden. Posener Straße und Haintor waren aber erst im September so ausgeschildert worden. Die Einbahnregelung Posener Straße entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem großen Aufreger. Viele Autofahrer beachteten die Regelung nicht. Vor vier Wochen hatte der jetzige Magistrat beim Ordnungsamtsbezirk Melsungen beantragt, die Posener Straße wieder in beiden Richtungen befahren zu dürfen.

Am Freitag kam von Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein – oberster Chef der Ordnungsbehörde – ein Dreizeiler im Felsberger Rathaus an: „Am Montag, 1. November, wird die Einbahnstraßenregelung der Posener Straße wieder aufgehoben. Es besteht dann wieder die Möglichkeit, die Posener Straße in beide Richtungen zu befahren.“

Die Straße Zum Haintor bleibt von der Einmündung der Posener Straße bis zur Schulstraße weiterhin Einbahnstraße, teilte das Hauptamt der Stadt Felsberg mit. Es handele sich weiter um eine Testphase, und man sei über die künftige Regelung weiter im Gespräch. Dabei gehe es auch um eine gute Regelung für die Radfahrer. Mehr war am Wochenende von der Stadt nicht zu erfahren.

Einziger Anwohner der Straße Haintor ist Holger Knorr. Der hatte sich schon vor einem Jahr für die Einbahnstraßenregelung ausgesprochen. Bereits am 21. September hatte Knorr dem Ordnungsamt Melsungen geschrieben, die Einbahnregelung Posener Straße sei niemals Bestandteil des Einbahnstraßenkonzepts Zum Haintor gewesen. Knorr nannte die Folgen der Änderung: Der Verkehr am Berliner Platz habe deutlich zugenommen und es sei „eine neue, sehr hohe Gefahrenquelle“ durch den kreuzenden Lastwagenverkehr entstanden.

Auf der Straße Zum Haintor seien Fußgänger und Radfahrer zusätzlich gefährdet. „Dieser Schildbürgerstreich muss beendet werden“, hatte Knorr bereits Anfang Oktober im HNA-Gespräch gefordert. Dreimal habe er sich an die Stadt gewandt, aber nie eine Antwort bekommen. Vom jüngsten Magistratsbeschluss bis zur Anordnung des Ordnungsamtes Melsungen zur Posener Straße dauerte es vier Wochen. Auf fünf HNA-Anfragen bei der Stadt Felsberg hieß es jedes Mal, man habe noch keine Entscheidung aus Melsungen. Bürgermeister Steinmetz hatte auf HNA-Nachfrage lediglich erklärt, „dass es gefährliche Situationen gibt, wissen wir.“ Für eine endgültige Entscheidung müsse das Ordnungsamt erst die Stellungnahme der Polizei einholen.

Angesichts des Ärgers und der zusätzlichen Probleme hatte sich Ortsvorsteher Klaus Döll am 28. September an den Felsberger Bürgermeister und Magistrat gewandt. Sein Schreiben endete mit der Aufforderung, „es sollte die Notbremse gezogen, der Test für beendet erklärt werden“. Döll kritisierte, dass vor der Beschlussfassung des Magistrats und der Anordnung des Ordnungsamtes Melsungen nicht mit den Betroffenen gesprochen worden sei. (Manfred Schaake)

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