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Freude über volle Freibäder: Erfolgreiche Saison im Melsunger Kreisteil

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Von: Manfred Schaake, William-Samir Abu El-Qumssan, Barbara Kamisli

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Saisonabschluss im Felsberger Ernst-Schaake-Bad: Zum Saisonabschluss gab es für die Kinder, die einen der Schwimmkurse absolviert hatten, bei einer Tombola Preise zu gewinnen.
Saisonabschluss im Felsberger Ernst-Schaake-Bad: Zum Saisonabschluss gab es für die Kinder, die einen der Schwimmkurse absolviert hatten, bei einer Tombola Preise zu gewinnen. © Bettina Heuer

Das Planschen in den Freibädern hat ein Ende und die Bilanz fällt gut aus: Im Kreisteil Melsungen war die Saison ein Erfolg. Die Besucherzahlen können sich sehen lassen.

Kreisteil Melsungen – Die Verantwortlichen der Schwimmbäder im Kreisteil Melsungen schauen auf die erste erfreuliche Saison seit drei Jahren zurück.

So waren etwas mehr als 26 000 Besucher in diesem Sommer im Felsberger Ernst-Schaake-Bad. Über diese erfreuliche Tendenz nach zwei Coronajahren, freut der Förderverein. Zum Vergleich: Im Vorjahr kamen 14 500 Badegäste, 2020 nur 7200, während es 2019 noch fast 25 000 Besucher waren. Laut Stammschwimmer Gerd Leo aus Gensungen gab es in diesem Jahr 130 Badetage. „Eine wunderbare Saison“, sagte er beim Abschwimmen, dem traditionellen Saisonabschluss. Außerdem gab es erstmals fünf Schwimmkurse für Nichtschwimmer. „Das ist beispielhaft und vorbildlich“, sagte Fritz Strack, Mitbegründer des Fördervereins.

Ins Guxhagener Freibad Unter den Eichen kamen in dieser Saison 44 600 Badegäste. Laut Schwimmmeister Kevin Härtling sind die Besucherzahlen damit wieder auf dem Niveau der Saison 2019, in der etwa 43 200 Menschen ins Bad kamen.

Es sei wieder ein großer Schritt in Richtung Normalität zu spüren gewesen: „Man hat schon gemerkt, dass die Leute entspannter waren als in den Vorjahren“, sagt Härtling. In den ersten zwei Coronajahren waren jeweils nicht mehr als 30 000 Besucher in das Freibad in Guxhagen gekommen.

„Bombensaison“ in Spangenberg

Von einer „Bombensaison“ für das Spangenberger Freibad spricht Claudia Schenk, Vorsitzende des Fördervereins Pro Aqua, der das Bad betreibt. „Es waren überdurchschnittliche viele Besucher da und wir haben gute Einnahmen gemacht.“ Die genaue Besucherzahl könne der ehrenamtliche Verein zwar nicht nennen, doch es seien zwischen 25 000 und 30 000 Besucher im Liebenbachbad gewesen. Es lief lauf Schenk sogar besser als vor Corona. In der Saison 2019 wurden noch 367 Saisonkarten verkauft, diese Saison waren es 442.

Was Schenk außerdem freut: „Es kamen auch viel mehr Besucher aus der Umgebung wie aus Melsungen, Rotenburg und Hessisch Lichtenau vorbei.“ Auch in Melsungen ist man sehr zufrieden mit der Freibadsaison.

Rund 50 000 Besucher waren in diesem Sommer im Waldschwimmbad, sagt Schwimmmeister Michael Günther. Im Vergleich: 2021 waren es 34 000 Besucher. „Wir haben gemerkt, dass die Menschen nach den Coronajahren wieder total Lust auf das Freibad hatten und froh waren, es wieder in vollem Umfang nutzen zu können“, sagt Günther. Zurzeit laufen in Melsungen die Vorbereitungen für die Hallenbadöffnung am 10. Oktober.

Nachhaltige Idee für Schwimmbadwasser

Ein Freibad in Südhessen hat es vorgemacht: Wegen des trockenen Sommers hat das Freibad in Bad Schwalbach nach der Saison einen Teil des Wassers aus dem Becken für Landwirte, Gärtner und Privatpersonen zum Verschenken bereitgestellt.

Wie unsere Partnerzeitung Frankfurter Neue Presse (FNP) berichtet, ist die Wiederverwendung des entchlorten Wassers bedenkenlos möglich. Chlor ist ein sehr flüchtiges Element, das unter Einfluss von Wärme und UV-Strahlen schnell zerfällt.

Eine Woche genügt laut FNP-Bericht, bis die Qualität des Wassers unbedenklich ist. Das Wasser würde ansonsten einfach in die Kanalisation eingeleitet werden. Ist diese Wiederverwendung des Freibadwassers auch im Kreisteil denkbar?

Verschenken im Frühling denkbar

Im Guxhagener Freibad Unter den Eichen muss das Wasser über den Winter allerdings erst mal im Becken bleiben, damit an den Fliesen keine Schäden entstehen, erklärt Bauamtsleiter Steffen Tasler. Im Frühjahr könne aber über das Verschenken des Wassers nachgedacht werden. So auch in Spangenberg: Laut Claudia Schenk, Vorsitzende vom Förderverein Pro Aqua ist der Druck durchs Grundwasser für das Becken zu stark, um das Bad über Winter trocken zu legen.

Es könnten Schäden an den Beckenwänden entstehen, wenn das Becken zu lange leer ist. „Für einen trockenen Frühling kann man diese Möglichkeit aber im Hinterkopf behalten“, sagt Schenk auf Anfrage unserer Zeitung.

In Melsungen ist die Idee nicht umsetzbar, das Wasser wird aber anderweitig wiederverwendet: Das aufgefrischte Freibadwasser wird laut Schwimmmeister Michael Günther für das Hallenbad genutzt.

Beim Felsberger Ernst-Schaake-Bad ist das Verschenken des Wassers laut Förderverein jedoch nicht möglich. Es handelt sich bei dem Bad auch um einen Feuerlöschteich. (William Abu El-Qumssan/Barbara Kamisli/Manfred Schaake)

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