Führung zur Höhensiedlung

Gensunger Verein lädt zur Wanderung auf dem Archäologischen Pfad 3 ein

Informationstafeln: Zwölf Stück findet man entlang des Archäologischen Pfades. Dazu gibt es Erklärungen von Mitgliedern des Vereins für Vor- und Frühgeschichte Gensungen. Foto: privat/nh

Rhünda. Einst ein kulturelles Zentrum - heute eine grüne Oase. Der Rhündaer Berg, eine Basaltkuppe südöstlich von Gensungen, ist Ziel der Wanderung auf dem Archäologischen Pfad 3.

Die kostenlose Führung des Vereins für Vor- und Frühgeschichte Gensungen beginnt am Sonntag, 28. August, um 10 Uhr, am Museum Gensungen.

Der Berg war in prähistorischer Zeit ein dicht besiedeltes Zentrum einer längst vergangenen Kulturlandschaft, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Dort sind bei Grabungen in den Jahren 2005 bis 2008 eisenzeitliche Siedlungsspuren nachgewiesen worden. „Reste von Wallanlagen sowie Hauspfostenlöcher, die mit Basaltstehlen gekennzeichnet sind, vermitteln einen guten Eindruck über Größe und Beschaffenheit dieser Höhensiedlung“, heißt.

Bis zur Wehrkirche

Die Tour führt zunächst vom Museum in Gensungenins Sunderbachtal und zur Gensunger Wehrkirche. Von dort geht es vorbei am ehemaligen Standort eines Menhirs in der Helmshäuser Straße über den Speckenbach und auf der südöstlichen Seite hinauf zum Rhündaer Berg. Von oben können die Teilnehmer einen Blick in den Basalt-Steinbruch werfen, ehe es weiter zu Höhensiedlung auf dem Bergplateau geht, dem Höhepunkt der Wanderung.

Blick über Edertal

„Zurück führt der Weg über die Hopfenberghütte und die Westflanke des Berges, die einen wunderschönen Blick über das Edertal mit der Altenburg und Felsburg eröffnet“, schreibt der Verein in der Ankündigung. Die St. Albans Gärten in Gensungen bilden die letzte Station, bevor die Wandergruppe dann wieder das Museum erreicht.

Dort erwartet die Teilnehmer ein kleiner Imbiss und die Gelegenheit, die unterwegs beschriebenen Funde zu besichtigen.

Der Rundweg ist etwa acht Kilometer lang. Er steigt vom Museum bis zum Rhündaer Berg rund 170 m an. Zwölf Tafeln informieren über archäologische Funde und stellen die jeweiligen Fundplätze und Kulturepochen vor. Wanderstopps an den zwölf Infotafeln, eine angenehme Rast und die eigentliche Gehzeit summieren sich zu einer Gesamtdauer von rund fünf Stunden für die Führung.

Von April bis Oktober finden diverse Führungen auf den vier Archäologischen Pfaden durch Mitglieder der AG für Vor- und Frühgeschichte statt.

Die Termine gibt es auch auf der Homepage des Museums unter www.museum-gensungen.de. Gruppen können zusätzliche Termine vereinbaren. (red)

Anmeldung: Tel. 05662/502-31, Tel. 05662/1799 oder Tel. 05662/2370; per Email: ag@museum-gensungen.de

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