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Gensunger beklagt Zuganbindung von Felsberg nach Kassel

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Der Bahnhof Felsberg-Gensungen wird von einem Zug in Richtung Frankfurt angefahren.
Der Bahnhof Felsberg-Gensungen wird von einem Zug in Richtung Frankfurt angefahren. © William abu El-Qumssan

Die neuen NVV-Fahrpläne würden Felsberger Bahnhof vernachlässigen, so lautet der Vorwurf eines Anwohners. Das sagt der NVV dazu.

Felsberg/Gensungen – Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) hat jüngst seine neuen Fahrpläne veröffentlicht. Nicht sonderlich glücklich darüber ist Heinz Hohmann aus Gensungen.

„Die Strecke von Kassel nach Melsungen wird ganz toll bedient“, sagt der Rentner gegenüber unserer Zeitung. Aber Felsberg sei seit dem Wegfall der Regiotram-Linie 9 (RT 9) ziemlich schlecht versorgt.

Der Bahnhof Felsberg-Gensungen wird von Regionalzügen angefahren, die zwischen Kassel und Frankfurt fahren. Hohmann kritisiert vor allem die Unregelmäßigkeit der Verbindung zwischen Felsberg und Kassel: „Es kommt mehrfach am Tag vor, dass die Wartezeit auf den nächsten Zug fast 90 Minuten beträgt.“

Melsungen ist aus Kassel besser erreichbar als Felsberg

Zum Vergleich: Die RT 5 fährt alle 30 Minuten von Melsungen in Richtung Kassel. Hinzu kommen die Cantus-Züge nach Bad Hersfeld und Fulda.

Hohmann weiß um die Option, aus Kassel nach Melsungen zu fahren und von dort mit einem Anruf-Sammel-Taxi (AST) nach Felsberg zu kommen. Das sei aber besonders abends nicht kundenfreundlich: „Leider muss man schon vor 21 Uhr wissen, dass es später wird“, sagt Hohmann. Bis dahin muss das AST gebucht sein.

In Felsberg-Gensungen halten Züge der Linie RE 98, die von Frankfurt über Schwalmstadt-Treysa, Wabern und Felsberg-Gensungen nach Kassel fahren. Außerdem ist Felsberg-Gensungen Halt für die RB 38 von Neuental-Zimmersrode nach Kassel und der Linie RE/RB 39 von Bad Wildungen nach Kassel.

Felsberger Bahnhof hat Direktverbindung nach Frankfurt

In Fahrtrichtung Kassel verkehren die Züge mindestens im 1,5-Stunden-Takt, erklärt der NVV auf Anfrage. Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge aber auch in kürzeren Abständen, alle 20 oder 30 Minuten. Darüber hinaus profitiere Felsberg-Gensungen von einer umsteigefreien Verbindung nach Frankfurt im Zwei-Stunden-Takt, was für viele Berufspendler relevant sei. „Diese Direktverbindung nach Frankfurt gibt es beispielsweise von Melsungen aus nicht.“

Es sei nachvollziehbar, dass sich Fahrgäste aus Felsberg häufigere Fahrten in Richtung Kassel wünschen. „Es wird absehbar keine Änderungen des Angebots geben“, heißt es vom NVV. Die Erklärung: Der Fokus der Linie RE/RB 39 liege auf guten Anschlüssen am Bahnhof in Wabern. Änderungen der Taktung von Felsberg in Richtung Kassel hätten einen Verlust der Anschlüsse zur Folge.

Außerdem sei der Abschnitt zwischen Guntershausen und Kassel bereits stark ausgelastet und eine Anpassung der Linie RE/RB 39 hätte die Anpassung anderer Linien zur Folge und sind daher nicht vorgesehen.

Der NVV führt zum 1. Januar 2023 eine neue Abo-Karte ein. Mit der können Kunden in und um Kassel bei Einzelfahrten 50 Prozent sparen. (William Abu El-Qumssan)

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