Er verließ die Show nach der ersten Nacht

Get the f*ck out of my house: Felsberger bei Reality-Show dabei

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War bei Reality-Show von Pro 7 dabei: Adrian Schrage aus Neuenbrunslar nahm an der ProSieben-Sendung „Get the f*ck out of my house“ teil.

Neuenbrunslar. Ein Haus, 100 Bewohner und Kameras, die einen auf Schritt und Tritt verfolgen – das ist Prinzip der Pro7-Reality-Show „Get the f*ck out of my house“. Adrian Schrage aus Felsberg Kandidat.

Aktualisiert um 12.13 Uhr - Im Mai 2017 zogen die Teilnehmer in das Haus in der Nähe von Euskirchen in der Eifel. Das Ziel: Wer bis zuletzt – drei Wochen dauert das Experiment maximal – im Haus bleibt, gewinnt am Ende 100.000 Euro Preisgeld.

Kandidat aus Schwalm-Eder-Kreis ging nach erster Nacht

Für den 21-jährigen Adrian Schrage aus dem Felsberger Stadtteil Neuenbrunslar war bereits nach der ersten Nacht Schluss. Er verließ das Haus freiwillig. Wieso so denn früh? „Es war eine Mischung aus Hunger und Schlafentzug. Aber das Schlimmste war eigentlich das Alleinsein“, sagte der junge Mann. 

Denn so paradox es auch klingen mag: Obwohl 99 Mitbewohner mit im Haus sind und man „dauernd über jemanden drüber läuft“, sei doch jeder irgendwie allein. „Klar, man kann sich auch dauernd mit den anderen unterhalten. Aber das geht ja auch nicht die ganze Zeit“, sagt der 21-Jährige. „Und dann fängt man an, zu grübeln, das fand ich richtig schlimm.“

„Ich fand das Konzept spannend und ich war neugierig, wie so eine Sendung überhaupt entsteht“, sagt Adrian Schrage über den Grund, sich für die Sendung zu bewerben. Der Gewinn von 100.000 Euro sei zwar auch ein kleiner Anreiz gewesen, „aber darauf habe ich mir keine Hoffnungen gemacht.“

Drogenhunde bei Get the f*ck out of my house

Als Nachrückerkandidat habe er gerade mal einen Tag vor dem Einzug ins Haus bescheid bekommen, dass er bei der Sendung „Get the f*ck out of my house" dabei ist. Mit ins Haus durfte er Kleidung für fünf Tage sowie die wichtigsten Hygieneartikel wie Zahnpaste und Duschgel nehmen. „Handys oder andere Dinge, mit denen man sich hätte alleine beschäftigen können, waren verboten.“ 

Vor dem Einzug sei alles kleinlichst inspiziert worden. Selbst Drogenspürhunde hätten die Sachen der Kandidaten durchforstet.

50 Kameras für Get the f*ck out of my house

In dem 116 Quadratmeter großen Haus waren insgesamt 50 Kameras angebracht, schätzt Adrian Schrage. „Selbst auf der Toilette.“ Ob ihm das nichts ausgemacht hat? „Nö, das hat mich nicht gestört. Und wenn das jemand nicht sehen will, kann er ja wegschalten. Das ist nun einmal Reality-TV.“

Mit 100 Menschen in einem Haus zu wohnen – ohne es zwischendurch verlassen zu dürfen – birgt einige Probleme. „Zum Beispiel gab es nur fünf Handtücher, die wir uns teilen mussten“, erzählt der Felsberger. Manche seien nach dem Duschen auf den Balkon gegangen und hätten sich vom Wind trocknen lassen. 

Und auch die Essensvorräte waren nur auf eine vierköpfige Familie ausgelegt. „Ich habe im Haus gerade mal zwei Kartoffeln, einen Apfel und eine Walnuss gegessen.“ Mehr Essen konnten sich die Teilnehmer in Wettkämpfen erspielen. Wer auf Toilette musste, habe schon mal eine halbe Stunde anstehen müssen, sagt Adrian Schrage. Bereits kurz nach dem Einzug hätten schon einige Teilnehmer geheult. „Aber wenn man dringend aufs Klo muss und 50 Leute vor einem anstehen, ist das auch kein Wunder.“

Soll das Fenster nun offen oder geschlossen sein? Diese Frage habe bereits in der ersten Nacht zu Diskussionen geführt, erzählt Schrage. „Den einen war kalt, den anderen warm. Und dann dieses Synchronschnarchen. Hört der eine auf, fängt der andere an.“ Die meisten schliefen dicht gedrängt auf dem Boden. Wer sich beeilte, konnte einen Platz auf dem Sofa oder Bett ergattern.

Fazit des Kandidaten:

„Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich so früh aufgegeben habe. Ich glaube, es war einfach zu spontan.“

Auch der Nordhesse Patrick Bohne war bei der Show dabei, hier stellen wir ihn vor.

Info: Die nächste Folge der Serie läuft am Donnerstag, 18. Januar, ab 20.15 Uhr.

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