Granate auf Dachboden: Häuser in Altenbrunslar evakuiert

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Altenbrunslar. Wegen einer Mörsergranate mussten am Freitag im Felsberger Stadtteil Altenbrunslar vier Häuser evakuiert werden. Der 25-jährige Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Gabrielsweg hatte die Mörsergranate bei Aufräumarbeiten auf dem Dachboden gefunden.

Gegen 15.30 Uhr entdeckte er das ihm unbekannte 20 Zentimeter lange und neun Zentimeter durchmessende Kriegsgerät unter Gerümpel. Er brachte die Granate vor das Haus und verständigte die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch weitere Personen – unter ihnen ein zweijähriges Kind – in dem Wohnhaus. 

Die Polizei ordnete eine sofortige Evakuierung des Hauses und umliegender Häuser an. Die Feuerwehr brachte 15 Personen, unter anderem eine bettlägerige ältere Frau, im Dorfgemeinschaftshaus unter. 

Ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes aus Gießen identifizierte die Granate als ein üblicherweise mit vielen Bleikugeln gefülltes Schrapnell aus dem Ersten Weltkrieg. Glücklicherweise handelte es sich bei dem Fund in Altenbrunslar um eine bereits entleerte Granate. Er lobte dennoch die Vorsichtsmaßnahmen der Polizei. 

Auch die Bundespolizei war wegen der unmittelbaren Nähe zur Main-Weser-Strecke am Einsatzort. Gegen 17.15 Uhr konnten die 15 Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Vergehen lägen nicht vor, hieß es von der Polizei aus Kassel. Ermittlungen würden daher nicht aufgenommen. Es handele sich wohl um ein vergessenes Andenken.

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