Kosten von 10.000 Euro

Für die Jüngsten geht’s ins Beet: Grundschule Neuenbrunslar hat neuen Schulgarten

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Junge Gärtner: von links Ksenia Kluschnik, Mia Leimbach, Tom Hasl, Lea Gambettola, Johannes Persch, Magdalena Bähr, Leni Jahns, Louis Lewandowski, Rafael Quehl, Greta Reichhold, Melina Gröbner, Lennox Schalles.

Die Grundschule am Kirschberg in Neuenbrunslar hat einen neuen Schulgarten. An sieben Hochbeeten können die Schüler nun zeigen, was sie im Sachunterricht gelernt haben.

Außerdem stehen auf dem Areal zwei neue Gartenhäuschen. Die Kosten für den Schulgarten betragen etwa 10.000 Euro. Der größte Teil wurde vom Familienverein Neuenbrunslar finanziert. Der Rest durch Spenden von der Stadt Felsberg, dem Landkreis und der Sparkasse Schwalm-Eder.

„Wir sind wirklich froh, dass das Grundstück hinter der Schule wieder sinnvoll genutzt werden kann“, sagt Schulleiterin Birgit Gerber. Das Grundstück sei von der ehemaligen Verpächterin in einem völlig verwilderten Zustand hinterlassen worden, erzählt sie. In dem Garten seien über Jahre meterhohe Disteln und Unkraut gewuchert.

Das eigentliche Vorhaben des Familienvereins war, den Garten von Mitgliedern des Familienvereins in Eigenleistung instandzusetzen. Das konnte aber nicht umgesetzt werden, da dafür schwere Maschinen für die Rodung des Grundstücks benötigt wurden. 2015 wurde der Garten dann unter der Leitung des Ortsvorstehers Hilmar Löber von der Stadt Felsberg gepachtet. Die Bauarbeiten übernahm die Firma Mavros aus Edermünde. Die Arbeiten in dem Garten dauerten etwa drei Monate und wurden bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. 

Bisher durften die Schüler den Garten noch nicht nutzen

Seither durften die Schüler den Garten aber nicht betreten und dementsprechend auch nicht für Lernzwecke nutzen. Das lag daran, dass der Zaun zum Nachbargrundstück fehlte. Die Stadt habe sich mit den neuen Eigentümern des Nachbargrundstückes seit Beginn der Arbeiten in dem Garten nicht einig werden können, wer die Anschaffung eines neuen Zaunes zur anliegenden Straße zahlt, erklärt Gerber. 

Da kein Zaun vorhanden war, konnte den Kindern auch keine Verkehrssicherheit geboten werden. „Es gab ein langes Hin und Her – durch den Rathaus-Umzug verzögerte sich die Entscheidung noch mal“, sagt Gerber. Schlussendlich einigten sich die Eigentümer und die Stadt. Sie müssen den Zaun zahlen und die Stadt stellt diesen. Seit vergangener Woche steht nun der Zaun – endlich, sagt Gerber.

Die Angebote: Hochbeet, Insektenhotel, Gartenhäusschen

An sieben Hochbeeten pflanzen die Kinder verschiedene Gemüsesorten wie Radieschen an, genau so wie Blumen. Diese gießen und pflegen sie in den Pausen und zum Teil im Unterricht. Außerdem hat der Nabu Unteres Edertal ein großes Insektenhotel gespendet. Dieses wurde in der Felsberger Jugendwerkstatt gebaut.

„Das Insektenhotel soll ein Appell sein, von klein auf etwas gegen das Insektensterben zutun“, sagt Heiko Fenzel, der Vorsitzende des Vereins. Für den Erhalt der Biodiversität seien die Insekten unersetzlich – deshalb die Spende, sagt Fenzel.

In einem der neuen Gartenhäuschen steht ein Kickertisch. Das andere Häuschen ist eine Ausgabestelle für Spielzeug wie Springseile und Bälle. Während der einstündigen Mittagspause können die Kinder diese nutzen. Für das Verleihhäuschen sind feste Dienste eingeplant, die von den Schülern selbst übernommen werden, erklärt Gerber.

Außerdem ist in Zukunft für den Garten noch ein grünes Klassenzimmer geplant. An den Obstbäumen sollen Bänke aufgestellt werden.

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