Heßlarer fordern A7-Lärmschutz: Fast 100 Unterschriften gesammelt

Fast 100 Unterschriften: Der Initiator der Bürgerinitiative Lärmstop A 7 Dieter Fischer aus Guxhagen (Dritter von links) und Gerhard Fischer aus Heßlar (Vierter von rechts) übergaben an Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz Listen mit Unterschriften für einen Lärmschutz. Foto: C. Hartung

Felsberg/Guxhagen. Fast 100 Unterschriften hat Gerhard Fischer in Heßlar gesammelt und jetzt an Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz übergeben. Alle, die unterschrieben haben, wollen nur eines: Einen Lärmschutz an der A7.

„Das Maß des Zumutbaren ist erreicht“, sagte Gerhard Fischer. Der Lärmpegel sei nicht mehr hinnehmbar und mache die Menschen krank. Die Lebensqualität leide enorm. Das bestätigte auch Dieter Fischer aus Guxhagen, Initiator der Bürgerinitiative Lärmstop A 7, der bei der Unterschriftenübergabe ebenfalls dabei war. Die konkrete Forderung der Heßlarer: Eine Lärmschutzwand von der Auffahrt Melsungen bis zur Unterführung in Richtung Heiligenberg.

Volker Steinmetz sagte seine volle Unterstützung zu, betonte aber auch, dass die Entscheidung über einen Lärmschutz nicht von heute auf morgen fallen wird. „Ich weiß, das wird ein langer Weg, wir müssen bei dem Thema einen langen Atem haben. Und ich weiß auch, dass wir bis Oktober keine Entscheidung haben, mit der wir alle zufrieden sind.“ Mit Hessen Mobil wolle man in einen „konstruktiven Dialog“ treten. „Das haben wir in dieser Größenordnung noch nie getan.“ Mobilität sei nötig, aber sie müsse sowohl umwelt- als auch menschenverträglich sein.

Besonders ärgerlich findet Gerhard Fischer, dass in anderen Bundesländern augenscheinlich viel mehr für den Lärmschutz getan werde als in Hessen. „Wenn ich durch andere Länder fahre, fällt mir das immer wieder auf.“ Er habe den Eindruck, dass an Hessen Mobil jegliche Forderungen der Anwohner einfach „abprallten“. „Und genau diese Langatmigkeit sehe ich als Gefahr.“ Denn wenn sich trotz mehrfacher Forderungen nie etwas bewege, bestehe das Risiko, dass die Anwohner irgendwann aufgeben. „Wir brauchen Menschen, die hinter uns stehen“, appellierte auch nochmal Dieter Fischer.

Steinmetz wies aber darauf hin, dass man für einen Lärmschutz nicht nur die „Initiative von unten“ brauche, sondern insbesondere auch politische Entscheidungsträger für sich gewinnen müsse.

Die Guxhagener planen für März eine Demonstration, die am Euro-Rastpark starten soll. Bei dem Fußmarsch durch den Ort wollen die Inititiatoren laut Dieter Fischer direkt vor Ort zeigen, unter welchem Lärmpegel die Anwohner tagtäglich leben müssen. „Jeder soll sich ein Bild machen können.“

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