Anwohner ärgern sich

Immer noch Lastwagen in Altstadt: Wegen fehlender Schilder wird Felsberger Umgehung oft nicht genutzt

Der neue Kreisel vor der Sparkasse mit Blick Richtung Innenstadt: Hier fehlt ein Sperrschild für Lastwagen. Viele fahren weiter geradeaus Richtung Altstadt, anstatt über den Sparkassenkreisel auf die neue Umgehung abzubiegen.
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Der neue Kreisel vor der Sparkasse mit Blick Richtung Innenstadt: Hier fehlt ein Sperrschild für Lastwagen. Viele fahren weiter geradeaus Richtung Altstadt, anstatt über den Sparkassenkreisel auf die neue Umgehung abzubiegen.

Die am 20. November eröffnete Umgehungsstraße in Felsberg hat für die Bewohner der Altstadt eine deutliche Entlastung gebracht. Dennoch beklagen Anwohner, dass immer noch zu viele Lastwagen durch die Innenstadt fahren.

Felsberg - „Die Umgehungsstraße ist ein Segen und wir spüren deutlich weniger Verkehr“, sagt eine Anwohnerin der Untergasse. Gleichwohl fahren immer noch zu viele Lastwagen durch die Altstadt, beklagen mehrere Anwohner, die namentlich nicht genannt werden möchten.

Die Hauptprobleme:

.   In der Innenstadt gibt es keinen Hinweis mehr auf die Autobahn 7. Das Schild am ehemaligen Hof Maifarth ist abmontiert und liegt jetzt auf dem Schrott.

.  Auf dem Steinweg nehmen immer noch viele Lkw-Fahrer Kurs Richtung Innenstadt, weil am Kreisel vor der Sparkasse ein Hinweis in die richtige Richtung fehlt.

.  Am Obertor biegen Lkw-Fahrer, die aus Richtung Niedervorschütz/Böddiger/Deute kommen, noch immer nach links in die Innenstadt ab, statt nach rechts Richtung Lohrer Kreisel/Umgehungsstraße zu fahren.

.  Felsberger Altstadt-Bewohner fordern, dass bereits auf der Bundesstraße 254 Lkw in Richtung Gensungen, Felsberg/A 7/Wabern das Linksabbiegen nach Böddiger verboten werden muss, damit der Schwerverkehr auf der Bundesstraße bleibt. „Die Kirche in Böddiger ist auch deshalb in einem so schlechten Zustand, weil der Schwerverkehr in der Kurve direkt vorbei rollt“, sagt ein Anwohner. „Soll denn nun auch noch die Emsbrücke kaputt gefahren werden?“

.   „Die Erschütterungen sind nach wie vor da“, beklagt ein Obertor-Anwohner den Lkw-Verkehr auf der ehemaligen Landesstraße, die nun in der Obhut der Stadt ist. Viele Felsberger vermuten, dass die Lkw-Fahrer vom Navigationsgerät ab Deute über Böddiger und die Altstadt geführt werden, weil dies der kürzeste Weg zur A7 ist. Diese Verkehrsführung aber widerspricht dem Sinn und den Zielen der Umgehung.

Inzwischen gibt es in Felsberg auch Forderungen, die Ederbrücke für Fahrzeuge über 20 Tonnen zu sperren. Dann würde es in Felsberg keinen Schwerlastverkehr mehr geben. Verwiesen wird auf die Lösung zwischen Alten- und Neuenbrunslar. Dort ist das zulässige Gesamtgewicht auf 18 Tonnen festgesetzt. Die 50 Jahre alte Ederbrücke zwischen Gensungen und Felsberg wird derzeit, wie berichtet, saniert. Geplant ist nach Angaben von Hessen Mobil ein Neubau. Derzeit hat die Brücke keine Tonnen-Beschränkung.

Ein Problem der neuen Umgehung ist auch Tempo 70 am Ederweg. Dort kreuzen viele Schüler der Drei-Burgen-Schule die Straße. Bürgermeister Steinmetz hatte schon am Tag der Eröffnung die Bitte an die Behörden gerichtet, dort eine geringere Geschwindigkeit anzuordnen. Das Ortseingangsschild steht kurz vor der Sparkasse.

Alle zuständigen Behörden sollen noch vor Weihnachten zu einem Abstimmungsgespräch mit Ortstermin eingeladen werden, kündigte Bürgermeister Steinmetz auf HNA-Nachfrage an. Alle erkannten Mängel im Straßenverkehrsraum und auch Anregungen werden dort besprochen. Wie Steinmetz weiter mitteilte, soll dann auch besprochen werden, wo Hinweisschilder auf die Felsburg angebracht werden, die es bisher nur von der Autobahn 7 her gibt. (Manfred Schaake)

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