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In Heßlarer Tanzgruppe toben die Kinder mit Disziplin

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Übung in Partnerarbeit: In der linken Reihe von vorne sind Ida, Laura, Melissa und Anne. In der rechten Reihe von vorne Mia, Annika Löwer, Melina und Marike.
Übung in Partnerarbeit: In der linken Reihe von vorne sind Ida, Laura, Melissa und Anne. In der rechten Reihe von vorne Mia, Annika Löwer, Melina und Marike. © William Abu El-Qumssan

Die Heßlarer Kindertanzgruppe Tanzmäuse hilft Kindern bei ihrer Entwicklung. Koordination und Gefühl werden dabei gestärkt. Eine Tanzlehrerin berichtet.

Heßlar – Kinder können sich auch beim Tanzen austoben – das beweist die Kindertanzgruppe Tanzmäuse in Heßlar. Drei Ehrenamtliche betreuen das Angebot der dortigen Trachtengruppe: Stefanie Rudolph, Annika Löwer und Lea Dilcher.

Dilcher ist ausgebildete Tanzlehrerin. Die gebürtige Melgershäuserin war bis vor Kurzem für fünf Jahre in Darmstadt und bringt nun ihre professionelle Erfahrungen mit in die Heßlarer Kindertanzgruppe. Dort werden nicht nur Volkstänze getanzt, sagt Dilcher, auch Bewegungsabläufe zu aktuellen Liedern werden mit den Kindern durchgegangen. „Die Kinder lernen beim Tanzen, ein Gefühl für den Raum zu bekommen“, erklärt die Tanzlehrerin. „Außerdem wird ihre Koordination und ihre Beweglichkeit verbessert.“

Die Kindertanzgruppe zeigt ihre Siegerposen nach einem Tanz: von links Mia, Trainerin Annika Löwer, Ida, Anne, Melissa, Melina, Laura, Tanzlehrerin Lea Dilcher und Marike.
Die Kindertanzgruppe zeigt ihre Siegerposen nach einem Tanz: von links Mia, Trainerin Annika Löwer, Ida, Anne, Melissa, Melina, Laura, Tanzlehrerin Lea Dilcher und Marike. © William Abu El-Qumssan

Zu dem Training gehören auch Basis-Bewegungen, wie Dilcher sie nennt. Klatschen und Hampelmänner zu bekannten Kinderliedern bringen die Kinder auf Betriebstemperatur. Was laut Dilcher auch unbedingt sein muss: „Die Kinder sollen sich bei den Übungen untereinander berühren.“ Das sei wichtig für das Raumgefühl der Kinder – gerade nach mehr als zwei Jahren mit sehr eingeschränktem Kontakt untereinander.

Durch die Coronapandemie habe auch die durchschnittliche Sportlichkeit bei Kindern nachgelassen. Hinzu komme, dass einige Sporthallen aktuell für geflüchtete Ukrainer als Unterkunft genutzt werden. Das sei natürlich richtig und notwendig, die Kinder leider aber dennoch an der fehlenden Bewegung.

„Ich merke jeden Montag aufs Neue, wie viel ungenutzte Energie die Kinder mitbringen“, berichtet die 23-Jährige, die als Kind selbst schon bei den Tanzmäusen war. Neben als der Toberei sei eine gewisse Etikette mit Disziplin wie in einer Tanzschule trotzdem wichtig. „So können die Kinder ihre Grenzen gerne austesten“, sagt Dilcher.

Kinder ab vier Jahren nehmen an dem Kurs teil, der immer montags im Dorfgemeinschaftshaus stattfindet. Die ältesten Teilnehmer sind zehn Jahre alt. Bislang sind die Teilnehmer überwiegend Mädchen. „Unser Angebot richtet sich an alle Kinder – Jungs können hier genau so viel Spaß haben wie Mädchen“, sagt Dilcher. (William Abu El-Qumssan)

Kontakt: Lea Dilcher unter Tel. 01 51/59 40 88 52 oder per E-Mail an lea.dilcher@web.de

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