Unter die Arme greifen

Jana Kelsch ist die neue Seniorenbeauftragte in Felsberg

Felsbergs Seniorenbeauftragte Jana Kelsch am Schreibtisch.
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Jana Kelsch ist die neue Seniorenbeauftragte der Stadt Felsberg.

Senioren im Alltag helfen, damit sie lange selbstbestimmt leben können – das ist die Aufgabe von Jana Kelsch. Sie ist die neue Seniorenbeauftragte der Stadt Felsberg.

Felsberg – Die 30-Jährige aus Gensungen hat Christina Nolte Anfang November abgelöst. Nolte war Jahrzehnte lang in diesem Beruf tätig und ist nun im Ruhestand. „Wir sind wirklich sehr froh, dass wir die Arbeit für Senioren mit unserer neuen Nachfolgerin fortsetzen können“, sagt Bürgermeister Volker Steinmetz.

Für ihn sei es wichtig, den Blick verstärkt auf Ältere zu richten, da die Bevölkerung auch immer älter werde. „Mit unserer Seniorenbeauftragten sollen die älteren Menschen möglichst lange aktiv bleiben“, sagt Steinmetz.

Hilfe bei Pflege, Versorgung und Ehrenamt

„Ich helfe Senioren bei jeglichen individuellen Anliegen“, sagt Kelsch. Das sind unter anderem Fragen zur Pflegebedürftigkeit, Wohnraumberatung, Essensversorgung oder zum ehrenamtlichen Engagement. Kelsch hat schon immer sehr viel mit Menschen gearbeitet. Zuvor arbeitete sie bei der Familienkasse in Kassel.

Nun hat sie sich für die Arbeit mit Senioren entschieden. „Das Thema Älter werden ist breit gefächert – es kommt eine neue Lebenssituation auf die Menschen zu“, sagt sie. Das alles unter einen Hut zu bringen und den Menschen unter die Arme zu greifen ist das, was sie an diesem Beruf so faszinierend findet. Die 30-Jährige hat Soziologie in Kassel studiert. Das Wissen aus ihrem Studium helfe ihr sehr bei diesem Beruf.

Corona-Pandemie spielt eine Rolle

Kelsch habe als Soziologin einen anderen Blick. „Wie verändert sich das Leben im Ruhestand und wie verändern sich die Interessen? – das sind Fragen die ich mir als Seniorenbeauftragte stelle“, sagt sie. Vor allem während der Corona-Pandemie sei die Seniorenarbeit von großer Bedeutung. „Ältere Menschen brauchen Kontakt und Austausch“, sagt Steinmetz. Kelsch kümmere sich daher darum, dass ausreichend Angebote auch während der Pandemie zur Verfügung stehen. „Das sind zum Beispiel Treffen im Mehrgenerationenhaus, Kaffee trinken zu gehen oder auch Telefonate mit mir zu führen“, sagt sie.

Um den älteren Menschen das Leben in Felsberg zu erleichtern, müsse zudem auch die Barrierefreiheit in Wohnungen und im Stadtgebiet ausgebaut werden. „Zum Beispiel in den Dorfgemeinschaftshäusern oder auf den Bürgersteigen ist die Barrierefreiheit nicht vollständig gegeben“, sagt Steinmetz. Zudem müssen mehr sichere Wege geschaffen werden. Dafür muss ausreichend Straßenbeleuchtung vorhanden sein. (Lea Beckmann)

Jana Kelsch wird also bei allen Anliegen der erste Kontakt für Senioren sein. Sprechzeiten hat sie Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 15.30 Uhr. Donnerstags ist sie zusätzlich von 16 bis 18 Uhr erreichbar.

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