Bau kostete eine Million Euro 

Neue Kantine und Lehrküche für Jugendwerkstatt Felsberg 

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In der neuen Küche: von links Hind Eren, Mario Mai, Angelika Horstkotte-Pausch, Iris Bernhardt, Celine Schmidt, Lara Mierzwa, Ronny Strzelczyk, Selam Okubei und Colin Andermann.

Felsberg. Lange stand den Produktionsschülern an der Jugendwerkstatt Felsberg nur eine provisorische Küche als Arbeitsort für die Hauswirtschafts-Ausbildung zur Verfügung. 

Das hat sich mit dem Neubau der Kantine geändert. 

Glänzende Edelstahlflächen, professionelle Küchengeräte und jede Menge Platz – in dieser Umgebung macht Kochen Spaß. Die Produktionsschüler an der Jugendwerkstatt Felsberg, die sich für den Bereich Hauswirtschaft entschieden haben, freuen sich seit der Eröffnung der neuen Kantine besonders auf die Arbeit. An drei Tagen in der Woche kochen sie für alle 60 Mitarbeiter und Auszubildenden das Mittagessen.

Zwölf Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 29 Jahren arbeiten derzeit in der Küche. Angeleitet werden sie von Küchenchefin Iris Bernhardt und ihrer Kollegin Michaela Ehlers. „Wir erkunden die neue Küche gemeinsam“, sagt Iris Bernhardt. Die Jugendlichen haben deshalb auch beim Umzug von der alten in die neue Küche geholfen – so konnten sie ihre künftige Arbeitsumgebung gleich kennenlernen.

„Wir haben jetzt endlich vernünftige Ausbildungsbedingungen im Küchenbereich“, sagt Angelika Horstkotte-Pausch, ehemalige Geschäftsführerin der Jugendwerkstatt. Jahrelang gab es für die Hauswirtschafter nur eine kleine Einbauküche, die aus einem Privathaushalt stammte. „Das war sehr unzulänglich“, sagt Horstkotte-Pausch. Nicht nur die Küche war zu klein – auch die Kantine bot nicht genug Platz für alle. 

„Wir mussten in Schichten essen.“ Die neue Kantine bietet Sitzplätze für 60 Personen und außerdem eine gemütliche Atmosphäre: Die bodentiefen Fenster lassen viel Licht herein, der Boden ist in Holzoptik gefliest. Der Raum soll künftig nicht nur zum Essen genutzt werden, sondern auch für Vortragsveranstaltungen und Mitarbeiterversammlungen. Langfristig sei auch eine Vermietung denkbar, sagt Horstkotte-Pausch. In dem 250 Quadratmeter großen Gebäude gibt es außerdem Toiletten, einen Besprechungsraum, eine Umkleide für die Auszubildenden und einen Vorratsraum.

Etwa eine Million Euro hat der Bau der neuen Kantine gekostet. Für das Projekt gab es Zuschüsse in Höhe von 731.000 Euro – 405.000 Euro vom Bund, 281.000 von der EU und 45.000 Euro von der Stadt Felsberg.

Die verbleibende Summe finanziert die Jugendwerkstatt über einen Kredit, hofft aber noch auf mögliches weiteres Fördergeld: Da die Sanierung des Robert-Weinstein-Hauses wegen fehlenden Geldes gescheitert ist, ist der dafür vorgesehene Zuschuss vom Bund wieder verfügbar. Es bestehe die Möglichkeit, dass ein Teil dieses Geldes zusätzlich in die Kantine fließe.

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