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Kamera gefordert: Nächster Vandalismusfall im Felsberger Rhododendrongarten

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Ein großes Loch wurde in das Sonnenschutzsegel über einer Sitzecke des Felsberger Rhododendrongartens geschnitten. Es ist bereits die zweite Sachbeschädigung an diesem Segel, bedauert Ortsvorsteher Klaus Döll.
Ein großes Loch wurde in das Sonnenschutzsegel über einer Sitzecke des Felsberger Rhododendrongartens geschnitten. Es ist bereits die zweite Sachbeschädigung an diesem Segel, bedauert Ortsvorsteher Klaus Döll. © Manfred Schaake

Nächster Vandalismusfall im Felsberger Rhododendrongarten: Unbekannte haben ein Sonnensegel zerschnitten. Ortsvorsteher Klaus Döll fordert eine Überwachungskamera.

Felsberg – Im Felsbeger Rhododendrongarten hat es erneut eine Sachbeschädigung gegeben: Ein Sonnenschutzsegel über einer Bank-Gruppe wurde aufgeschlitzt. Zwei Schnitte sorgen für ein fast 50 Zentimeter großes Loch, ein dritter Schnitt ist zehn Zentimeter lang. Ortsvorsteher Klaus Döll, der die Pflege der parkähnlichen Anlage koordiniert, will Strafanzeige erstatten. Und er fordert eine Überwachungskamera.

„Die sinnlosen Sachbeschädigungen sind sehr bedauerlich“, sagte Ortsvorsteher Klaus Döll zu den Schäden im Rhododendrongarten. Er habe die Stadt mehrfach gebeten, Überwachungskameras zu installieren. „Das ist mal im Magistrat behandelt worden, aber im Ergebnis ist nichts geschehen“, bedauert er.

Im Januar wurden Hakenkreuze auf eine Bank geschmiert

Im Vorjahr war auch die Überdachung der Freilichtbühne beschädigt worden. Pflastersteine wurden auf einer Fläche von 1,50 Quadratmetern herausgerissen und Blumen gestohlen. Im Januar wurde auf die Freilichtbühne ein Hakenkreuz geschmiert, außerdem wurden Bänke und Steine der Bühne mit Farbe beschmiert. In unmittelbarer Nähe des Rhododenrongartens wurden am Gründonnerstag am Eingang zum Ernst-Schaake-Bad direkt neben Holzhackschnitzel-Containern Reste von zwei Molotowcocktails gefunden.

„In anderen Städten und Gemeinden werden solche Anlagen problemlos und effektiv überwacht“, betont Döll, und fragt: „Warum nicht auch bei uns?“

Markus Brettschneider, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder, gibt jedoch zu bedenken, dass die Installation von Überwachungskameras im öffentlichen Raum nicht so einfach ist. Für eine solche Entscheidung müsse die Stadt Felsberg einen Datenschutzbeauftragten hinzuziehen.

Polizei: Kamera kann nicht einfach so aufgestellt werden

Bei dem Aufstellen von Kameras an einem öffentlichen Platz wie dem Rhododendrongarten handele es sich um einen Eingriff in die Grundrechte der Menschen, die sich dort aufhalten. „Eine Kamera zu fordern, ist schnell gesagt. Aber das ist alles nicht so leicht gemacht und sehr teuer“, sagt Brettschneider. Sollte Felsberg konkret über eine Überwachungskamera sprechen, werde die Polizei sich beratend mit einschalten.

Der Rhododendrongarten ist laut dem Polizeisprecher ein bei der Polizei bekannter Treffpunkt für Jugend-Cliquen.

Je nachdem wie viel in der Nacht zu tun ist, kämen die Streifen mehrere Male an dem Garten vorbei. „Halten sich dort Personen auf, werden sie auch kontrolliert.“ Zu den anderen Vandalismusfällen gibt es laut Brettschneider nichts Neues zu berichten. Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz bezeichnet die erneute Zerstörung im Rhododendrongarten als besorgniserregend.

Doch auch er gibt wie Brettschneider das Thema Datenschutz zu bedenken, das sich nicht einfach ignorieren lasse. „Wir werden aber mit der Jugendpflege der Stadt Kontakt aufnehmen“, sagt Steinmetz. Falls es sich bei den Tätern um Jugendliche handelt, könne die Stadtjugendpflege vielleicht etwas bewegen.

Eine Kamera wurde nach Darstellung des Bürgermeisters im Felsberger Magistrat schon einmal besprochen. Ob das Thema nun auch in einem der Ausschüsse diskutiert wird, dazu könne er nichts sagen. (William Abu El-Qumssan)

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