Dorfgemeinschaftshaus soll zur Kita werden

Kitas platzen aus den Nähten: Neue Betreuungsplätze in Felsberg 

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Nicht ausreichend Platz für alle Kindergartenkinder: Die Tagesstätten in den 16 Felsberger Sta dtteilen sind voll ausgelastet.

In Felsberg gibt es zu wenig Betreuungsplätze für Kindergartenkinder. Dagegen will die Stadt nun vorgehen.

Derzeit gibt es 413 Betreuungsplätze – weitere 74 sollen geschaffen werden. In Planung sind dafür fünf Projekte: ein Anbau an die Kindertagesstätte Emszwerge in Böddiger sowie ein neuer Waldkindergarten in der Gemarkung Böddiger. Das Altenburger Dorfgemeinschaftshaus (DGH) soll in eine Kita umfunktioniert werden. Ein Neubau auf dem Areal der Drei-Burgen-Schule wird ebenfalls angestrebt. Über den genauen Kostenumfang der Projekte und darüber, ob dann genügend Betreuungsplätze vorhanden sind, konnte Bürgermeister Volker Steinmetz noch keine konkrete Aussage treffen.

Über die Realisierung dieser Vorhaben stimmen die Stadtverordneten während ihrer heutigen Sitzung ab. Die Sitzung ist öffentlich.

Waldkindergarten

Die Schaffung eines Waldkindergartens sei „die am schnellsten realisierbare Lösung“, sagt Steinmetz gegenüber der HNA. Der Waldkindergarten ist in der Gemarkung Böddiger geplant und soll noch im Laufe des Jahres entstehen. Vorgesehen ist dann der Kauf eines Wagens mit Wascheinrichtungen, der Platz für 25 Kinder und Erzieher bietet. Dort sollen drei- bis sechsjährige Kinder betreut werden.

Die Stadt beantragt für die Errichtung des Waldkindergartens Fördergeld von 50 000 Euro beim Landkreis, erklärt Steinmetz. Mit dieser Fördersumme sollten möglichst auch die Kosten für den Ausbau einer Zufahrt zum Kindergarten gedeckt werden. Das zusätzliche Personal ist bereits im Nachtragshaushalt eingeplant.

Mit dem Anbau an die Kita Emszwerge in Böddiger sollen weitere zwölf U3-Betreuungsplätze geschaffen werden. „Mit den Bauarbeiten soll begonnen werden, wenn die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel vom Landkreis genehmigt sind“, erklärt Steinmetz. Der Anbau ist bereits mit 712 000 Euro im Haushalt 2019 eingeplant. Die Stadt muss 447 000 Euro selbst tragen.

DGH Altenburg

Als mittelfristige Lösung will die Stadt das Gemeinschaftshaus in Altenburg zur Kita umfunktionieren. „Das DGH muss aber für einen Kita-Betrieb angepasst werden“, sagt Steinmetz. Da sich das DGH in direkter Ufernähe befindet, müsse das Gelände umfassend eingezäunt werden. Außerdem müssen neue Sanitäranlagen für Kinder und Personal gebaut werden. Die Umbauarbeiten sind im Nachtragshaushalt mit 100 000 Euro veranschlagt. Maximal 25 Kinder sollen dort betreut werden. Unklar sei noch, wie lange das DGH als Kita genutzt werden soll. Während Steinmetz für eine Übergangsdauer von drei Jahren plädiert, gebe es auch Stimmen, das DGH nur für zwei Jahre zu belegen.

In der Kindertagesstätte Rappelkiste in Gensungen soll die Gruppenstruktur verändert und damit vier weitere Betreuungsplätze geschaffen werden. Weitere acht Betreuungsplätze sollen durch die Betreuung von Tagesmüttern entstehen. Dies soll der Landkreis koordinieren.

Neubau in Felsberg

Ein Kita-Neubau ist auf dem Areal der Drei-Burgen-Schule angedacht. Der Neubau würde direkt an die Kulturstation Alter Bahnhof und das Bildungszentrum/Jugendwerkstatt angrenzen. Die Finanzierung soll mithilfe des Förderprogrammes „Investition Soziale Integration im Quartier“ des Landes erfolgen. Felsberg will eine Fördersumme von maximal 3,3 Millionen Euro beantragen. Vier Gruppen für eine U- und Ü-3-Betreuung seien dann geplant. 

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