Leben für das Ehrenamt: Willi Wissing wird heute 80 Jahre alt

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Er trug stets gern das gelbe Trikot der Felsberger Eintracht: Ehrenvorsitzender Willi Wissing wird heute 80 Jahre alt.

Felsberg. Er war vielen jungen Menschen ein Vorbild, hat Sport-Talente gefördert und große Verdienste um Felsbergs Städtepartnerschaften: Willi Wissing.

Heute wird der Ehrenvorsitzende des Turn- und Sportvereins Eintracht Felsberg 80 Jahre alt.

Viele hundert Jahre kommen heraus, zählt man all die Jahre seines ehrenamtlichen Engagements seit 1957 zusammen. Fast 25 Jahre war er 2. und 1. Vorsitzender der Eintracht. Er war Tambourmajor und Leiter des Spielmannszuges, Übungsleiter der Leichtathleten sowie der Sparte Aerobic und Beatgymnastik, er gründete die Showtanzgruppe Black-Lights und war Handballtrainer. Wissings Autorität und Engagement ist es mit zu verdanken, dass die Felsberger Feldhandballer in ihren besten Zeiten in die zweithöchste deutsche Spielklasse aufstiegen.

Auch als Leichtathletik-Kreisjugendwart im Sportkreis Melsungen setzte Wissing Akzente. Bereits 1964 hatte er mit Hermann Schroeder (Jahn Gensungen) die Leichtathletik-Gemeinschaft Gensungen/Felsberg gegründet. Sie gilt als Vorreiter der guten Zusammenarbeit beider Vereine, die 1990 die Handball-Spielgemeinschaft gründeten. Die machte 15 Jahre in der 2. und 3. Bundesliga von sich reden.

Wissing ist Träger vieler Auszeichnungen des Landessportbundes, des Deutschen Turnerbundes und des Hessischen Leichtathletikverbandes. Auch der Ehrenbrief des Landes Hessen und das Bundesverdienstkreuz sind Anerkennung seiner Leistungen.

Auch politisch war er aktiv 

Wissing mischte zudem in der Politik mit, war Magistratsmitglied, Erster Stadtrat und Kreistagsabgeordneter. Bereits 1980 war er Mitinitiator der Städtepartnerschaft mit Vernouillet. 1984 gehörte er zu den Mitbegründern des Städtepartnerschaftsvereins, dem er acht Jahre als Vorsitzender diente. „Die Pflege der Partnerschaften mit Vernouillet, Cheddar und Dingelstädt war eine Lebensaufgabe für meine Frau Anni und mich”, sagt Willi Wissing heute. Stets konnte er sich auf die Unterstützung der Sportler und der Schulen verlassen. Anni Wissing organisierte die Übernachtungen der Gäste und Busfahrten nach Frankreich.

Vom Bäcker über den Bundesgrenzschutz und den Bankkaufmann zum Diplom-Betriebswirt war es nach den Worten Wissings ein dornenreicher Weg. Die Entwicklung sei nur möglich gewesen, weil seine Frau im VW-Schichtdienst 35 Jahre lang für den Lebensunterhalt gesorgt habe, sagt der Vater von vier Kindern. Wissing spezialisierte sich auf die Kommunalberatung, arbeitete einige Jahre für das Rationalisierungskuratorium der Wirtschaft in Frankfurt und Eschborn und nach der Wende für viele Städte in Ostdeutschland. Im Herbst 2014 zog er mit seiner Frau in die Nähe seines ältesten Sohnes an den Bodensee. Felsberg ist Wissings zweiter Wohnsitz.

Von Manfred Schaake

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