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Lohres Ortsbeirat will Vertrag für DGH langfristig verlängern

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Von: Marvin Hinrichsen

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Das Dorfgemeinschaftshaus soll weiter für die Anwohner nutzbar sein: Ortsvorsteher Rüdiger Strack mit seiner Stellvertreterin Claudia Fiege-Klaus und Ortsbeiratsmitglied Philipp Heimel.
Das Dorfgemeinschaftshaus soll weiter für die Anwohner nutzbar sein: Ortsvorsteher Rüdiger Strack mit seiner Stellvertreterin Claudia Fiege-Klaus und Ortsbeiratsmitglied Phlipp Heimel. © Marvin Hinrichsen

Sie haben immer ein Ohr für das, was die Menschen in ihrem Ort beschäftigt: die Ortsvorsteher.

Lohre – In unserer Serie Ortstermin stellen wir sie, ihren Ort und ihre Ziele in loser Folge vor.

Wenn es sonst überall schattig ist, scheint in Lohre die Sonne. So beschreiben Ortsvorsteher Rüdiger Strack (50) und seine Stellvertreterin Claudia Fiege-Klaus (52) den Ort mit rund 365 Einwohnern. Strack ist seit sieben Jahren Ortsvorsteher. Angefangen hat alles im Ortsbeirat. „Nach und nach sind die Vorgänger in den Ruhestand gegangen und ich habe dann immer weiter gemacht“, erinnert sich Strack.

Irgendwann sei er dann in das Amt gerutscht. Das Wichtigste in seiner Tätigkeit als Ortsvorsteher sei, ein Ansprechpartner im Dorf zu sein. Auch wäre ihm Teamarbeit sehr wichtig, um das ganze Dorf mit in Planungen, Projekte und Anregungen zu involvieren. Dies sieht auch Claudia Fiege-Klaus so: „Von den Einwohnern gibt es immer Unterstützung“, berichtet die stellvertretende Ortsvorsteherin.

Nach wie vor seien die Ungewissheit, was mit dem Dorfgemeinschaftshaus passiere und das Fehlen des Jugendraums die größten Ärgernisse. „Aktuell können bei Veranstaltungen leider lediglich 80 Leute in das DGH“, erklärt Fiege-Klaus. Durch die Brandschutzverordnung sei die volle Auslastung mit 120 Personen nicht möglich.

Das Gemeinschaftshaus

Noch ist keine langfristige Vertragsverlängerung mit dem privaten Vermieter des Dorfgemeinschaftshauses absehbar. Dennoch sei die Hoffnung auf Verbleib des Dorfgemeinschaftshauses groß. Denn es ist ein Dreh und Angelpunkt des Ortes. „Hier finden regelmäßig Geburtstage und auch der Yoga-Mittwoch statt“, sagt Fiege-Klaus.

Ebenfalls sei bei Fußballspielen der deutschen Nationalmannschaft das veranstaltete Public Viewing hervorragend angenommen worden. „Auf lange Sicht ist Ziel, den Jugendraum und die Bücherei im DGH zusammenzulegen“, sagt der Ortsvorsteher.

Der Jugendraum

„Für den Jugendraum kämpfen wir schon seit 15 Jahren“, berichtet Ortsbeiratsmitglied Philipp Heimel (32). Es hätte sogar einen Infoabend mit den Eltern gegeben. Angedacht war, den Jugendraum in die Bücherei im Ortsinneren zu legen.

Dieses hätte sich aufgrund der Kosten zur Einhaltung der Brandschutzverordnung nicht umsetzen lassen. „Beim Thema Jugendraum hätten wir uns gerne mehr Unterstützung von der Stadt gewünscht“, kritisiert die stellvertretende Ortsvorsteherin.

Die Bushaltestelle

Besonders zufriedenstellend ist die Busanbindung. Es wäre möglich, stündlich aus oder nach Lohre zu fahren. „Der Bus fährt ab 6 Uhr bis 23 Uhr“, sagt Ortsvorsteher Strack.

Der Spielplatz

Seit 2019 gibt es neue Spielgeräte auf dem Spielplatz für die Kinder in Lohre. Die Erneuerungen haben trotz der Demontage der Anwohner dennoch 30 000 Euro gekostet. Grund dafür war, dass ausschließlich der Hersteller die Spielgeräte montieren durfte. Die Kinder seien sehr glücklich über die Spielgeräte. Auf den Geräten würde auch regelmäßig getobt und gespielt werden. „Als Nächstes haben wir noch eine Slackline auf dem Spielplatz geplant.“, berichtet Fiege-Klaus.

Der Dorfwettbewerb

Die Freude und die Zufriedenheit seien groß über den Gewinn des Sonderpreises von „Unser Dorf hat Zukunft“. Schließlich würde die letzte Teilnahme schon lange zurückliegen. Das eingereichte Projekt Baumpatenschaften soll Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Paten für die neu gepflanzten Bäume am Waldrand zu werden. Auf diese Weise könnten die Kinder die Aufforstung mitgestalten. So könnten die Parten die Bäume gießen, frei schneiden und bei der Waldpflege helfen.

„Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen aus Lohre für Nachhaltigkeit und Naturschutz zu sensibilisieren“, sagt Fiege-Klaus. (Marvin Hinrichsen)

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