Felsberg

Mit Tempo 100 durch den Ort: Anwohner der Altenburger Straße leiden unter Verkehr

Symbolische Sperrung der Altenburger Straße: Für das Foto trafen sich Anwohner – auch des Ederweges – zum Ortstermin. Sie fordern Tempo 30, ein Durchfahrtsverbot für Schwerverkehr, neuen Belag und Blumenkübel am Ortseingang.
+
Symbolische Sperrung der Altenburger Straße: Für das Foto trafen sich Anwohner – auch des Ederweges – zum Ortstermin. Sie fordern Tempo 30, ein Durchfahrtsverbot für Schwerverkehr, neuen Belag und Blumenkübel am Ortseingang.

Auf der Altenburger Straße wird oft viel zu schnell gefahren, sogar gerast: Das haben Anwohner jetzt im Felsberger Ortsbeirat beklagt.

Felsberg – „Die jetzige Situation ist unerträglich“ – so beschrieben sie den Zustand auf dem Straßenabschnitt zwischen Steinweg und Ederweg.

„Es ist ganz schrecklich“, sagte Anwohner Rainer Lindenberg. Zusammen mit Tobias Böge und Klaus Friemel schilderte er im Ortsbeirat die Probleme.

Man habe mehr als 40 Unterschriften gesammelt und bei Bürgermeister Volker Steinmetz abgegeben, um mehr Sicherheit zu erreichen – vor allem für die Anwohner und die Kinder, die die Straße auf dem Weg zur Dreiburgen-Schule nutzen.

Die Anwohner fordern bis zum Ortsausgang Tempo 30 wie in der Ortslage Altenburg, ein Durchfahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen, einen neuen Fahrbahnbelag sowie versetzte Blumenkübel am Ortsausgang in Richtung Altenburg beziehungsweise in Gegenrichtung.

Der Ortsbeirat unter Leitung von Ortsvorsteher Klaus Döll unterstützte die Forderungen einstimmig. Von der Stadt und dem Kreis habe man erfahren – so sagten die Anwohner – dass demnächst eine Verkehrsschau stattfinden solle.

Die Anhänger der Lastwagen „springen“ wegen des schlechten Straßenzustandes, wie es Rainer Lindenberg formulierte. Durch die Erschütterungen gebe es bereits Risse an den Häusern, der Putz riesele von den Wänden.

Ein großes Problem seien die vielen Lastwagen. „Die gehören auf die Umgehungsstraße“, fordern die Anwohner der Altenburger Straße. Diese sei „total kaputt“. Schlaglöcher wurden kürzlich notdürftig ausgebessert.

Verbessert habe sich für die Anwohner aber nichts. „Die Lastwagen machen unheimliche Geräusche“, beklagen Anwohner.

Bereits vor zehn Monaten sei man auf den Bürgermeister zugegangen, hieß es. Dabei seien auch die Blumenkübel am Ortsausgang angeregt worden.

Inzwischen hätten Geschwindigkeitsmessungen stattgefunden. Tempo 107 in der Ortslage sei der Rekord gewesen.

Das sagt der Bürgermeister

„Eine Verkehrsberuhigung ist grundsätzlich richtig“, sagte Bürgermeister Volker Steinmetz auf HNA-Anfrage. Er unterstütze die Forderung nach Tempo 30.

Baulich sei dieser Abschnitt „ein längeres Projekt“, nachdem inzwischen „ein bisschen repariert“ worden sei. Hilfsweise werde man Blumenkübel aufstellen. Zur Forderung der Sperrung über 7,5 Tonnen sagte Steinmetz: „Da müssen wir mal gucken.“ 

Ortstermin nach Fahrradunfall 

Thema im Ortsbeirat war auch ein Fahrradunfall, der sich kürzlich auf der Kreuzung Umgehungsstraße/Ederweg ereignet hatte – die HNA berichtete. An der Kreuzung gilt für Autofahrer Tempo 50.

Inzwischen hat, wie die HNA erfuhr, ein Ortstermin aller beteiligten Behörden stattgefunden. Sieben Schilder sollen geändert oder neu aufgestellt werden, um an dieser Stelle mehr Sicherheit für Fußgänger, Rad- und Autofahrer zu erreichen.

Bauhof-Mitarbeiter haben Hecken und Büsche zurückgeschnitten, obwohl dies Aufgabe des Grundstückseigentümers gewesen wäre.

Auf Anregung der HNA war an dieser Kreuzung sofort nach der Eröffnung der Umgehung Tempo 50 angeordnet worden, vorher standen Tempo 70-Schilder.

Ein Ortsbeiratsmitglied beklagte, dass auf der neuen Umgehung nachts gerast werde: „Da werden regelrecht Rennen gefahren.“ (Manfred Schaake)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.