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Mit viel Fleiß zum Bienenglück in der Heiligenbergschule Gensungen

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Von: Manfred Schaake

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Mit Freude bei der Sache: Die Kinder der Klasse 4 d bepflanzten am Umwelttag den Hang unterhalb der Heiligenbergschule. Das wurde von der HNA-Aktion Kinder für Nordhessen gefördert.
Mit Freude bei der Sache: Die Kinder der Klasse 4 d bepflanzten am Umwelttag den Hang unterhalb der Heiligenbergschule. Das wurde von der HNA-Aktion Kinder für Nordhessen gefördert. © Schaake, Manfred

Die HNA-Aktion „Kinder für Nordhessen“ unterstützt ein Umweltprojekt an der Heiligenbergschule. Außerdem erhielt die Schule jüngst eine Auszeichnung.

Gensungen – Die Grundschule Heiligenberg in Gensungen ist vom Land Hessen als „Umweltschule Lernen und Handeln“ ausgezeichnet worden. Die jüngste Pflanzaktion wurde von der HNA-Aktion Kinder für Nordhessen unterstützt. Dazu gehört die nachhaltige Gestaltung eines Hanges am Schulhof. Zu den Projekten auf dem Weg zur Umweltschule zählt auch die insektenfreundliche Gestaltung des Schulgeländes unter dem Namen „Bienenglück“.

„Die Freude ist riesengroß“ – das sagten übereinstimmend die Lehrerinnen Dörthe Mörseburg und Maike Schröder-Tentrop, die das Projekt Umweltschule begleitet haben. Und der Freude schließt sich auch Rektor Andreas Hellemann an. Der Titel Umweltschule wurde kürzlich vom Hessischen Kultusministerium sowie vom Umwelt-Ministerium verliehen.

Die Schule habe in den Schuljahren 2020/2021 sowie 2021/2022 erfolgreich an der Ausschreibung „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ teilgenommen. Sie hat sich damit für ihr besonderes Engagement im Bereich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet, heißt es in der Urkunde.

Darauf sind Schulleitung und die Projektbegleiter stolz: „Wir sind Umweltschule geworden, um den Kindern zu zeigen, wie wichtig es ist, unsere Umwelt zu bewahren, Nachhaltigkeit und einen achtsamen Umgang mit ihr aktiv vorzuleben.“

In dem Antrag zum Zertifikat Umweltschule hieß es, in der Heiligenbergschule werde die Förderung des Sozialverhaltens, Gewaltfreiheit und eine Atmosphäre der Toleranz aktiv unterstützt. So solle die Lernatmosphäre für die Kinder anregend, angstfrei und positiv gestaltet werden. Eine Basis für die Umweltschule waren die bisherigen Auszeichnungen Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage, ein Zertifikat für Bewegung und Wahrnehmungsförderung sowie ein Zertifikat für Sucht- und Gewaltprävention. Nun soll die Umweltbildung das Spektrum erweitern.

Leckereien in der Heiligenbergschule: Es gab Marmelade und Kürbisbrot aus eigenem Anbau auf dem Schulhof sowie Muffins und Kuchen. Mit auf dem
Leckereien in der Heiligenbergschule: Es gab Marmelade und Kürbisbrot aus eigenem Anbau auf dem Schulhof sowie Muffins und Kuchen. Mit auf dem © sind von links die Lehrerinnen Tanja Clement, Katharina Weber und Dörthe Mörseburg, die mit Maike Schröder-Tentrop das Projekt Umweltschule koordiniert und begleitet. Fotos: Manfred Schaake

Dass Kinderherzen auch bei der Arbeit mit Hacke, Schippe und Spaten höherschlagen, zeigte sich beim jüngsten Umwelttag. Am Hang unterhalb des Schulhofes pflanzte die Klasse 4 d unter Leitung von Sandra Prinz unter anderem Felsenbirnen, Kornelkirschen und Ebereschen. Dort fördert die HNA-Aktion Kinder für Nordhessen die nachhaltige Nutzung eines Hanggrundstückes.

Am Lernort Natur wird gezeigt, dass es Möglichkeiten gibt, dem Insekten- und Vogelsterben entgegenzuwirken. Außerdem soll das Bewusstsein für Artenvielfalt und Naturschutz geschaffen werden. Bewusst blieb der bisherige Wildwuchs bestehen.

Durch das Pflanzen weiterer ausgewählter Sträucher, das Anlegen einer bunten Blumenwiese und ein Insektenhotel wird Bienen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum geboten. Die Kinder erleben ganz nah das Leben und Treiben der Insekten.

In einem kleinen Schulgarten mit Hochbeeten lernen die Kinder, wie Lebensmittel entstehen und wie viel Zeit, Mühe und Pflege es braucht, bis man ernten und essen kann. Erste Erträge gab es bereits: „Salat, Petersilie, Radieschen und Möhren wurden zum Aufpeppen der Frühstücksbrote genutzt“, erläutern Dörthe Mörseburg und Maike Schröder-Tentrop. Alle Klassen waren eingeladen, sich zu bedienen.

Und auch das gehört zur Umweltschule: Eine Sportstunde in der Turnhalle wurde von der Vorklasse durch eine Doppelstunde Bewegung im Wald ersetzt. Mehrere Orte an der Schule können als grünes Klassenzimmer genutzt werden und Baumstämme auf dem Schulhof sowie Holz-Hocker laden zum Balancieren und zum Aufenthalt ein. (Manfred Schaake)

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