Geschichte soll künftig besser erlebbar sein 

Museum Gensungen wird neu gestaltet 

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Zur Zeit ausgeräumt: Rolf Fröhlich, links, und Jörg-Harald Rode mit Keramik aus einem Urnenfeld. 1935 wurden diese Gegenstände in einem Hügelgrab bei Altenbrunslar entdeckt. Die Gefäße stammen aus der Zeit 750 bis 450 Jahre vor Christi Geburt.

Gensungen. Das Museum Gensungen soll attraktiver werden, vor allem für junge Besucher. Künftig will man dort neue museumspädagogische Akzente setzen.

Im Museum werden einmalige Schätze der Geschichte unserer Region aus der Zeit 300.000 Jahre vor Christi Geburt bis ins Mittelalter präsentiert. Dank der Initiative der Gensunger Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte soll die Geschichte künftig besser begreifbar und erlebbar sein, wie die Vorstände Jörg-Harald Rode und Rolf Fröhlich betonen.

Seit Jahrzehnten war die Präsentation in den Vitrinen unverändert. Sie erfüllte zwar noch alle wissenschaftlichen Anforderungen, sollte aber aus museumspädagogischer Sicht überarbeitet werden, um bei Besuchern größeres Interesse zu wecken.

„Ihr seid wissenschaftlich top, müsst aber museumspädagogisch aufrüsten, damit auch der Laie besser angesprochen wird.“ Das war nach den Worten Rodes der gute Rat des Museumsverbandes. So sind nunmehr alle – leicht verständlichen – Erläuterungstexte mit dem Museumsverband und dem Hessischen Landesmuseum in Kassel abgestimmt.

Eigentlich wollte man nur eine Vitrine auswechseln. Zunächst sollte nur der Bereich Altsteinzeit neu konzipiert werden. Nach einem Besuch von Dr. Ulrike Adamek vom Hessischen Museumsverband in Gensungen und weiteren Beratungen mit dem Verband entschloss man sich, die Planungen auf das gesamte Museum auszudehnen und verstärkt auf multimediale Präsentationsformen zu setzen.

Der Verband akzeptierte den unter Federführung von Rolf Fröhlich erarbeiteten Projektplan mit diesen Schwerpunkten:
  •  Erneuerung und Beleuchtung der Vitrinen,
  • Erneuerung einer defekten Vitrine
  • Installationswände, Beschaffung und Installation von Monitoren
  • Installation von Lichtkästen
  • grafische Neugestaltung. 

Rode und Fröhlich freuen sich auf das Neue im Museum und hoffen, es zum Hessischen Museumstag erstmals präsentieren zu können: „Wir hoffen, dass die Neukonzipierung unserer Ausstellungen überregional Beachtung findet und insbesondere Kinder und Jugendliche für die Geschichte unserer Region sensibilisiert.“

Bei der Neugestaltung des Museums sind 15 der 110 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte mit Eigenleistung dabei. Bisher sind es laut Vorstand mehr als 1000 Stunden. Von den 40.000 Euro Kosten trägt der Hessische Museumsverband 60 Prozent. Dankbar ist die Arbeitsgemeinschaft für Spenden.

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