Fachwerkhaus an der Stadtmauer

Nach Brand in Felsberg: Familie bedankt sich bei Spendern

+
Sind dankbar: Gisela und ihr Sohn Martin Kalsow in ihrer neuen Küche, die sie von Spendengeld bezahlt haben. 

Familie Kalsow aus Felsberg kann endlich wieder aufatmen. Und vor allem möchte sie auch Danke sagen. Danke für die vielen Spenden, die sie erhalten hat.

Am 13. Juli geriet ihr Einfamilienhaus an der Stadtmauer in Felsberg in Brand. Die Flammen legten das ganze Fachwerkhaus in Schutt und Asche. Nur die Kleidung, die sie am Leib trugen, war ihnen geblieben. Alles andere fiel den Flammen zum Opfer. Der Schock saß bei der Familie tief. Vorübergehend nahm der ehemalige Nachbar, Landwirt Fritz Scheffer, die Familie bei sich auf. Jetzt haben die Kalsows eine neue Wohnung gefunden – nur wenige Meter entfernt von ihrem ehemaligen Wohnhaus. Die Ruinen ihres einstigen Zuhauses zu sehen, schmerze zwar immer noch, aber jetzt soll es wieder aufwärtsgehen, erzählen sie.

„Wir sind wirklich dankbar, dass wir so schnell Hilfe erhalten haben – und das von allen Seiten“, erzählt Gisela Kalsow. „Wir hatten ja wirklich gar nichts mehr“, sagt sie. Etwa fünf Kilo hat sie in den vergangenen Wochen abgenommen. „Es ist schon stressig“, sagt sie. Nun hoffe die Familie wieder auf etwas Ruhe. Mit der neuen Wohnung stehe dem nun nichts mehr im Weg, sagt sie.

Auch die Stadt habe die Familie sehr unterstützt. „Sie haben für uns ein Spendenkonto eingerichtet und alles super organisiert“, erzählt Gisela Kalsow.

Über Kifas sei die Familie über Wochen mit Essen versorgt worden. Jetzt kann die Familie auch wieder selbst kochen.

Familie war im Ratskeller untergebracht

Mit dem Spendengeld, etwas mehr als 1000 Euro nach Aussagen von Gisela Kalsow, hat die Familie eine neue Küche in Homberg gekauft. Gemeinsam mit Renate Braun, einer Bekannten der Familie, hat Gisela Kalsow die Küche ausgesucht.

„Etwas Geschirr habe ich auch schon bekommen“, erzählt Gisela Kalsow. In den kommenden Tagen stehe der Transport ihrer restlichen Sachen an. Zuletzt war die Familie im Ratskeller untergebracht.

Der Edeka-Markt Stieglitz habe an den Kassen auch Spendendosen für die Familie aufgestellt. Euronics Winzenburg in Felsberg hat der Familie eine Waschmaschine gespendet. „Für das alles sind wir sehr, sehr dankbar“, sagt Gisela Kalsow. Auch der städtische Bauhof werde beim Transport der gespendeten Gegenstände helfen, erzählt Renate Braun.

Für Sohn Martin, der durch einen schweren Verkehrsunfall an Epilepsie erkrankt ist, hat Renate Braun ein neues Bett organisiert. „Jetzt fehlen nur noch Matratzen“, sagt Braun. Dann könne die Familie auch endgültig in ihre neue Wohnung ziehen. „Das mit den Matratzen bekommen wir auch noch hin“, sagt Gisela Kalsow.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.