Tempo 30 

Nach Bürgerbeschwerden: Der feste Blitzer in Niedervorschütz kommt

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Tempo 50 in der Ortsdurchfahrt Niedervorschütz. Von Niedermöllrich kommend steht die Zahl 50 deutlich erkennbar auf der Fahrbahn. 

Niedervorschütz – Raser auf der Bundesstraße 254 werden demnächst in der Ortslage Niedervorschütz vom Blitz getroffen und zur Kasse gebeten.

Eine sogenannte stationäre Geschwindigkeitsmessanlage ist jetzt auch vom Magistrat der Stadt Felsberg unterstützt worden. Die Installation sei beim gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk beantragt. Ziel sei, dass der Blitzer so schnell wie möglich in Betrieb genommen werde. Das erklärte Bürgermeister Volker Steinmetz in einem HNA-Gespräch.

Bürgerbeschwerden über zu schnelles Fahren sind seit Jahren ein Aufreger in Niedervorschütz – die HNA berichtete. Eine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Günter Rudolph vom 28. März dieses Jahres brachte endlich Bewegung in die Sache. Innenminister Peter Beuth (CDU) antwortete, die Installation einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage sei „eine mögliche Maßnahme, um die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung in der Ortsdurchfahrt der B 254 in Niedervorschütz durchzusetzen”.

Hatte die Polizei vor der Anfrage Rudolphs keinen Handlungsbedarf für Messungen gesehen, weil die Straße kein Unfallschwerpunkt sei, so wurde laut Minister dann doch gehandelt. Überraschend gab es verdeckte Messungen der Polizei.

Anfang dieses Jahres hatte die SPD Niedervorschütz eine feste Tempo-Messanlage gefordert. Der Ortsbeirat hatte dies einstimmig unterstützt, die SPD leitete den Antrag an die Stadtverwaltung, den Magistrat und die politischen Gremien weiter.

Nach einer Nachfrage der HNA kam das Thema nunmehr auch in den Magistrat. Bürgermeister Steinmetz: „Der Magistrat unterstützt den stationären Blitzer.” Den habe man nunmehr beim Ordnungsbehördenbezirk beantragt. Es müsse nun noch beantwortet werden, ob der feste Blitzer aus technischer, finanzieller und rechtlicher Sicht möglich sei.

Mit einem eindeutigen Ja ist Steinmetz im HNA-Gespräch für den Blitzer: „Sicherheit geht vor Geschwindigkeit. Die Situation in Niedervorschütz muss sicherer werden, und wir wollen das mit dem Ordnungsbehördenbezirk gut und gemeinsam lösen. Wir brauchen eine sichere Kontrollmöglichkeit.”

Tempo 30 von 22 bis 6 Uhr für Lastwagen.

Entscheiden müsse nun der Beirat des Bezirks – Vorsitzender ist der Melsunger Bürgermeister Markus Boucsein. Zum Verfahren erläutert Steinmetz, die verkehrsrechtlichen Regelungen der Kommunen seien übertragen an den Ordnungsbehördenbezirk.

Dem Blitzer zustimmen müssen noch die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises und die Polizeiakademie.

Nach jahrelangen Forderungen war Mitte vorigen Jahres für die Bundesstraße 254 in Niedervorschütz für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr angeordnet worden. Anwohner beklagen, dass auch dies nicht eingehalten werde. Der Ortsbeirat hatte bereits im Vorjahr den Standort des Tempo 30-Schildes – von Deute kommend – kritisiert. Es steht nicht am Ortseingang, sondern erst hinter dem Abzweig der Straße nach Obervorschütz.

Wie Bürgermeister Steinmetz auf HNA-Anfrage mitteilte, bleibt das Schild, wo es ist, weil nach den jüngsten Messungen die Lärm-Emissionswerte für die Grundlage von Tempo 30 nachts erst an dem jetzigen Schild-Standort überschritten würden.

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