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Nach Jahren des Wartens: Störche nisten endlich in Brunslar

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Zum ersten Mal haben sich in Brunslar Störche angesiedelt. Die zwei Jungstörche schlüpften an Pfingsten.
Zum ersten Mal haben sich in Brunslar Störche angesiedelt. Die zwei Jungstörche schlüpften an Pfingsten. © Gerhard Schmoll

Störche sind immer wieder ein Blickfang und eine Freude für jeden, der sie zu Gesicht bekommt. Daher ist im Felsberger Stadtteil Brunslar die Freude groß, dass nun ein Paar in dem Ort brütet.

Brunslar – Störche lassen sich im Edertal immer wieder blicken. Dass sie sich so nördlich in der Region wie nun in Brunslar zum Brüten niederlassen, ist in diesem Jahr aber zum ersten Mal passiert. Zur Freude des Naturschutzbundes (Nabu).

Wie Heiko Frenzl, Vorsitzender des Nabu Unteres Edertal berichtet, sind dort an den Pfingstfeiertagen zwei Weißstörche geschlüpft. Und Bildern von den als Horst bezeichneten Brutplatz nach zu urteilen geht es ihnen prächtig.

„Die Vögel halten sich auf einem ehemaligen Telefonmast in der Nähe des Sportplatzes in Brunslar auf“, berichtet Frenzl. Seit vielen Jahren haben sich die Vögel hin und wieder auf den Flutlichtmasten des Sportplatzes zum Übernachten niedergelassen.

„Nach ein paar Tagen waren sie dann aber leider auch wieder verschwunden.“ Vor acht Jahren hatte der Zweite Vorsitzende des Nabu Unteres Edertal, Otto Gerhold, die Initiative ergriffen, die Nisthilfe auf dem Telefonmast aufzubauen. Angenommen wurde das attraktive Angebot von den Störchen allerdings nicht.

„Für dieses Jahr hatten wir uns dann fest vorgenommen, weiter nachzuhelfen“, sagt Frenzl. Der Nabu ließ ein künstliches Nest für die Störche anfertigen, das auf dem Mast angebracht werden sollte. „Doch das war dann gar nicht nötig. Genau in diesem Jahr kamen die Störche von selbst auf die Idee“, freut sich Frenzel. Störche bleiben ihrem Horst meist über mehrere Jahre treu.

Brunslar liegt nahe der Eder und ist somit ideales Brutgebiet für die Weißstörche, die feuchte und wasserreiche Gegenden wie Flussauen bevorzugen. In Wabern siedeln sich Störche schon seit vielen Jahren an, sagt Frenzl. Doch so weit im Norden des Edertals sei das noch nie vorgekommen.

Das künstliche Nest soll nun noch weiter im Norden in Richtung Edermündung aufgestellt werden, damit der Aufwand nicht umsonst war.

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