Öffnung des Freibades noch nicht in Sicht 

Nach langer Suche: Felsberg hat einen neuen Schwimmmeister

Ist der neue Schwimmmeister im Felsberger Ernst-Schaake-Bad: Uwe Heppe (59) war zuvor 15 Jahre lang Bademeister in Fuldatal. F oto: Linett hanert

Einen schöneren Weg zur Arbeit kann sich Uwe Heppe nicht vorstellen: Knapp fünf Minuten braucht der Felsberger von seinem Haus durch den Rhododendron-Garten bis zum Ernst-Schaake-Bad. Denn dort hat der 59-Jährige seit diesem Jahr das Sagen.

 Heppe ist der neue Schwimmmeister und Nachfolger von Holger Bernhardt. Dieser ist 2019 nach 27 Saison-Jahren in den Ruhestand verabschiedet worden. Lange Zeit hat die Stadt vergebens nach einem Nachfolger gesucht, weshalb Bernhardt das Freibad auch erst im vergangenen Jahr verließ.

„Ich freue mich auf die Arbeit hier in Felsberg, das Schwimmbad ist toll, sehr familiär“, sagt Heppe. Danach habe er sich nach etwa 15 Jahren Pendelei von Felsberg nach Fuldatal auch ein wenig gesehnt. Im Freibad in Fuldatal war er seit 2005 als Schwimmmeister angestellt.

Seine Ausbildung absolvierte Heppe allerdings in Gudensberg. Nach einer Lehre zum Radio- und Fernsehtechniker machte Heppe im Alter von 30 Jahren noch mal eine Umschulung zum Schwimmmeistergehilfen, erzählt er.

Danach folgte die Ausbildereignungsprüfung und im Jahr 1998 absolvierte er die Ausbildung zum Schwimmmeister. Zwölf Jahre war er bei der Stadt Gudensberg, bevor es ihn nach Fuldatal verschlug. Ein Bekannter habe ihn damals auf die Stelle in Fuldatal aufmerksam gemacht.

Den Posten des Bademeistes in Felsberg hatte Heppe aber schon immer mal in Blick. Sein Vorgänger habe ihn schon mal angesprochen, ob er nicht daran interessiert sei. „Allerdings war die Stelle immer nur für einen Schwimmmeistergehilfen ausgeschrieben“, sagt er. Dann änderte die Stadt die Stellenbeschreibung.

„Bislang kannte ich das Schwimmbad nur als Besucher, jetzt lerne ich alles kennen“, sagt Heppe. Seit April ist er offiziell der Neue. Mit im Gepäck hat Heppe auch einige Ideen: „Ich will mich dafür einsetzen, dass das Bad weiterhin familien- und kinderfreundlich bleibt“, sagt er. Vorstellen könne sich Heppe etwa, einen Tag des Schwimmabzeichens ins Leben zu rufen. „An diesem Tag können Stationen für Kinder aufgebaut werden, damit sie üben können, wenn sie sich noch unsicher fühlen“, sagt er. Außerdem habe er die Idee, einen Spiele- oder Aktionsnachmittag in Kooperation mit den örtlichen Vereinen zu veranstalten. Heppe denkt da beispielsweise an einen Yoga-Nachmittag oder ein Dämmerungsschwimmen.

Etwa sieben bis acht Wochen benötige man, um das Schwimmbad auf die Saison vorzubereiten. „Gerade sind wir fleißig dabei, die Sanitäranlagen, und den Beckenumgang vorzubereiten“, sagt er. Dass das Freibad wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr doch komplett geschlossen bleiben muss, hofft Heppe nicht. „Wir müssen aber sehen, wie wir das alles geordnet regeln könnten“, sagt er.

Was Heppe allerdings Sorge bereite, ist, dass die Stadt bislang noch immer keinen Pächter für den Imbiss im Schwimmbad gefunden hat. „Wir hoffen sehr, dass sich noch jemand finden wird“, sagt er. Heppe, der verheiratet und zwei erwachsene Kinder hat, wünscht sich vor allem eine unfallfreie Zeit. „Die Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ernst-Schaake-Bad ist gut, das soll auch so bleiben“, sagt er.

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