Nach Schließung im Juli: Im Felsberger Ratskeller finden wieder Veranstaltungen statt

Geschlossen: Die Zukunfts des Ratskellers – zuletzt von den Pächtern Altes Rathaus genannt – ist ungewiss. Jetzt kann er aber zumindest wieder für Veranstaltungen genutzt werden. Foto: Archiv/nh

Felsberg. Gute Nachricht für den Turn- und Sportverein Eintracht 1863 Felsberg und für alle Freunde des Kabaretts: Die Stadt Felsberg stellt das seit Juli geschlossene Alte Rathaus - früher Ratskeller - für Veranstaltungen zur Verfügung.

Das wurde in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates bekannt. Ortsvorsteher Klaus Döll dankte Hauptamtsleiter Holger Dittmar und dem Magistrat.

Der von Döll ins Leben gerufene Verein Gemeinsam lachen lädt zu zwei Kabarett-Veranstaltungen in den Ratskeller-Saal ein:

• Am Mittwoch, 19. November, ab 20 Uhr präsentiert die Leipziger Pfeffermühle „Drei Engel für Deutschland“.

• Das Kabarett Notenkopf Dresden ist am Samstag, 13. Dezember, ab 20 Uhr zu Gast.

• Der TSV Eintracht lädt für den zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, zum Sportlerball im Ratskellersaal ein. Vorsitzender Stefan Schmid: „Gemeinsam mit der Familie Forst wollen wir die Tradition des Sportlerballs wieder aufleben lassen.“ Die Eintracht hatte zunächst eine Absage von der Stadt erhalten. Schmid: „Die neue Entwicklung ist erfreulich.“

Der Ratskeller muss wieder Ratskeller heißen. Das war immer wieder zu hören. Über eine Stunde lang wurde im Ortsbeirat diskutiert, und nicht einmal fiel der Begriff Altes Rathaus. Restaurant und Hotel sind seit Ende Juli geschlossen, weil das Pächter-Ehepaar, das auch den neuen Namen gewählt hatte, gekündigt hatte (die HNA berichtete).

Das Gebäude dürfe nicht leer stehen, wurde mehrfach gefordert. Und: „Der Ratskeller ist ein wichtiges Stück Felsberger Geschichte und darf nicht untergehen.“ Der Ortsbeirat wünscht sich weiterhin eine gastronomische Nutzung. Dafür sollen Konzepte erarbeitet werden - auch für den Fall, dass man keinen Gastronomen finden sollte. Auch von einem Förderverein war die Rede. Der Wunsch nach einer Mischung aus kulturellem Angebot, Bildungsangebot und Gastronomie wurde ebenfalls geäußert.

Während der Diskussion wurde aber auch gesagt, der Ratskeller sei „kaum wirtschaftlich zu betreiben“. Ortsvorsteher Döll wünscht sich, dass der Ratskeller attraktiver und behindertengerecht gestaltet wird. Zur möglichen Nutzung sagte Döll: „Die Vereine sind im Ratskeller gut aufgehoben.“ Er wünsche sich aber kein weiteres Dorfgemeinschaftshaus.

Von Manfred Schaake

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Montagsausgabe der Melsunger Allgemeinen. 

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