Erschließung nach Umlegungsverfahren

Neubaugebiet in Felsberg: Platz für 30 Bauplätze und Kleingewerbe

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Direkt an der Niedervorschützer Straße soll das Baugebiet Triesch 2 entstehen. Im Norden sollen Baugrundstücke erschlossen werden. Im südlichen Abschnitt kann sich auch Kleingewerbe ansiedeln.

In Felsberg wird ein Neubaugebiet mit etwa 30 Bauplätzen entstehen. Das teilte Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz mit.

Das Neubaugebiet Triesch 2 liegt direkt an der Niedervorschützer Straße und soll über diese an die geplante Ortsumgehung anschließen.

Die gesamte Fläche von etwa 2,5 Hektar wird in zwei Abschnitte aufgeteilt: Der nördliche Abschnitt soll ein reines Wohngebiet mit etwa 30 Baugrundstücken werden, erklärt Steinmetz. „Wir haben in Felsberg schon seit längerer Zeit eine große Nachfrage nach Wohngrundstücken – im Zuge der Bauarbeiten für die Ortsumgehung sehen wir enormen Handlungsbedarf“, sagt der Rathaus-Chef.

Der südliche Abschnitt entlang der Niedervorschützer Straße gegenüber der Betonwerke Porosit wird als Mischgebiet ausgewiesen. „Hier können wir uns gut vorstellen, dass sich auch Kleingewerbe ansiedelt“, sagt er. Den Preis pro Quadratmeter könne Steinmetz zu diesem Zeitpunkt noch nicht nennen. Erst müssen noch die Planungs- sowie Baukosten berechnet werden. Die Grundstücksgrößen werden etwa zwischen 570 und 775 Quadratmetern liegen.

Die Baugrundstücke am Triesch 2 werden von der Stadt über ein Umlegungsverfahren nach dem Baugesetzbuch erworben. Der Prozess wird sich noch bis Ende des Jahres hinziehen. Eine Erschließung der Grundstücke ist zunächst ausgehend von der Westendstraße vorgesehen.

Wenn sich die Stadt und die Eigentümer über die Umlegung der Grundstücke geeinigt haben, solle zügig mit den Bauarbeiten, wie dem Verlegen der Leitungen für Kanal-, Wasser- und Strom begonnen werden, erklärt Felsbergs Bürgermeister. Für die Eigentümer können die Grundstücke nach den Bauarbeiten an Wertigkeit gewinnen, sagt Steinmetz.

Für einen Bauplatz können sich Interessierte bereits im Rathaus im Fachbereich Bauen und Umwelt vormerken lassen.

Ortsumgehung Felsberg 

Die geplante Ortsumgehung soll nach den Bauarbeiten direkt an die Niedervorschützer Straße anschließen. Das neue Wohngebiet Triesch 2 wird dann über die Niedervorschützer Straße mit der Ortsumgehung verbunden sein. Die Niedervorschützer Straße ist noch als Landesstraße eingestuft. Wenn die Ortsumgehung fertig gebaut ist, erfolgt für die durch den Ort führende Niedervorschützer Straße eine Rückstufung zur Stadtstraße, für die die Stadt dann zuständig ist.

Das Neubaugebiet an der Niedervorschützer Straße. 

Bauarbeiten nach Umlegungsverfahren

Die Bauarbeiten für das Neubaugebiet Triesch 2 in Felsberg sollen noch im Laufe dieses Jahres beginnen. Zuvor muss allerdings ein Umlegungsgverfahren der Flächen stattfinden, erklärt Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz gegenüber der HNA.

Die Bebauung der Grundstücke sei dann im nächsten Jahr möglich, sagt Steinmetz. Die Grundstücke werden voll erschlossen. Die Stadt übernimmt die Verlegung der Strom-, Wasser- und Kanalrohre.

Umlegungsverfahren

Das Baugebiet wird nach Erschließung über die Niedervorschützer Straße an die geplante Ortsumgehung Felsberg anschließen. Die Grundstücke sollen ausgehend von der Westendstraße erschlossen werden. Für die Erschließung musste der Bebauungsplan geändert werden. Der alte Bebauungsplan für das künftige Baugebiet stammt aus dem Jahr 1969. „Deshalb mussten wir den Bebauungsplan anpassen – er ist wegen der Ortsumgehung ohnehin nicht mehr aktuell gewesen“, sagt Steinmetz.

Nachdem die Stadt die Fläche nach dem Umlegungsverfahren neu ordnet, wird es wie folgt weiter gehen: „Die Grundstückseigentümer können, müssen aber nicht verkaufen“, erklärt Steinmetz. Deshalb hat die Stadt auch noch nicht alle Grundstücke erworben – „ein großer Teil ist noch in Privateigentum“.

Das Umlegungsverfahren übernimmt der Magistrat. Eventuelle Gewinne beim Verkauf der Baugrundstücke sollen an die Alteigentümer gehen. Der Gewinn stamme aus der Differenz des Bodenwertes für das erschlossene Bauland und des Bodenwertes für Rohbauland, erklärt Steinmetz. „Mit der Verlegung der Rohre gewinnen die Grundstücke deutlich an Wert“, sagt Steinmetz. Für die Fläche können die Eigentümer erhalten:

  • Andere Flächen zum Wert des erschließungsbeitragspflichtigen Baulandes
  • Flächen außerhalb des zu schaffenden Baugebietes
  • Geld

Die Bebauung der verkauften Wohngrundstücke müsse dann aber innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erfolgen, sagt Steinmetz. Für den südlichen Abschnitt ist auch die Ansiedlung von Kleingewerbe möglich. Ein reines Wohngebiet sei aus Gründen des Immissionssschutzes dort nicht möglich gewesen. „Kleingewerbe passt aber auch gut an die Niedervorschützer Straße, wo ohnehin schon einige Kleingewerbe angesiedelt sind“, sagt er.

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