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Neue Kita in Felsberg soll viele Freiräume für die Kinder bieten

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Ein Modell der Kita, entwickelt vom Heilbronner Architekturbüro Joos/Keller. Auffällig ist der runde Freiraum in der Mitte des Gebäudes.
Ein Modell der Kita, entwickelt vom Heilbronner Architekturbüro Joos/Keller. Auffällig ist der runde Freiraum in der Mitte des Gebäudes. © William Abu El-Qumssan

Erst 2025 soll die neue Kita in Felsberg stehen, doch schon jetzt gibt es Pläne für die Raumaufteilung. Wir haben das Konzept des Architekten unter die Lupe genommen.

Felsberg – Der Architekt der neuen Kita in Felsberg hat jüngst seine Entwürfe präsentiert. Obwohl der Kindergarten frühestens im Sommer 2025 fertig gebaut sein soll, stellte der Heilbronner Architekt Kyrill Keller detaillierte Ideen für die Raumaufteilung und -nutzung vor. Schon jetzt steht zu großen Teilen fest, wo die Kinder spielen und wo sie sich ausruhen können.

Wir haben zu einigen Ideen des Architekten beim Fachbereich Generationen und Soziales der Stadt Felsberg nachgefragt, was das Konzept für Kinder und Erzieher bedeutet. Mehr zum geplanten Inneren der Kita in Fragen und Antworten.

Detailreicher Grundriss: Das Architekturbüro Joos/Keller hat klare Vorstellungen davon, wie der neue Kindergarten der Stadt Felsberg von innen aussehen soll. Außen liegen unter anderem die Gruppen-, Funktions- und Waschräume. Die weitläufigen Flure befinden sich nach innen liegend. Auffällig ist der runde, offene Kern des Gebäudes: Dort soll ein Mix aus Terrasse und Garten entstehen. Grafik: Architekturbüro Joos/Keller
Detailreicher Grundriss: Das Architekturbüro Joos/Keller hat klare Vorstellungen davon, wie der neue Kindergarten der Stadt Felsberg von innen aussehen soll. Außen liegen unter anderem die Gruppen-, Funktions- und Waschräume. Die weitläufigen Flure befinden sich nach innen liegend. Auffällig ist der runde, offene Kern des Gebäudes: Dort soll ein Mix aus Terrasse und Garten entstehen. © Grafik: Architekturbüro Joos/Keller

Als „Zwiebel“ bezeichnete Kyrill Keller die Bauweise der Kita. Die Räume sind die äußerste Schicht, es gibt offene Flure zur Mitte hin und ein runder, nicht überdachter Freiraum im Inneren der Kita. Welche Vorteile bietet diese Bauweise?

Die Bauweise bietet viel Flexibilität. Die Kinder aus unterschiedlichen Gruppen können sich in den offenen Fluren begegnen. Außerhalb der Hauptbetreuungszeiten sind mit weniger Personal zusammengefasste Angebote gut überschaubar.

Die Funktionen der Räume wirken laut Keller aber schon größtenteils in Stein gemeißelt. Können sich dennoch Funktionen für Räume noch nach der Inbetriebnahme ergeben?

Die jeweils von zwei Gruppen gemeinsam genutzten Sanitärbereiche sowie die an jeden Gruppenraum angegliederten Schlaf-/Ruheräume sollten direkt vom Gruppenraum erreichbar und für die Erzieher einsehbar sein. Das erleichtert den Erziehern die Arbeit. Die Funktionen der Gruppen- und Ruheräume sowie die Sanitärbereiche sind damit im Kern festgelegt. Funktionsräume – Matschraum, Differenzierungsraum, Turn- und Multifunktionsraum – sowie die freien Innenflure sind im Betrieb jedoch flexibel nutzbar. Die Anordnung der Räume lässt sich für unterschiedliche pädagogische Konzepte nutzen.

Für welche Konzepte denn?

Sowohl für eine teiloffene pädagogische Arbeit als auch für ein offenes pädagogisches Konzept ist die Anordnung der Räume geeignet. In der teiloffenen Arbeit behalten die Kinder ihre Gruppenzugehörigkeit bei, beginnen dort den Tag und kehren zu festen Ritualen dorthin zurück. Im offenen Konzept gibt es keine Stammgruppen und die Kinder können sich ihre Spiel- und Lernumgebung in den verschiedenen Räumen weitestgehend frei aussuchen.

Welche Ideen hat das Architekturbüro für die Flure?

Keller nennt einen Essensbereich, einen Spielflur, eine Werkstatt und eine Bücherei als Vorschläge für die Nutzung der Flure.

Keller sprach von einer Trennung von Kindern der Altersgruppen U3 und Ü3. Was spricht aus pädagogischer Sicht für eine Trennung der Altersgruppen?

So können geschütztere Innen- und Außenbereiche für die Jüngsten erreicht werden. Ein Wechsel von der Krippe in die altersübergreifenden Gruppen (Ü3) kann so gleitend verlaufen und von den Erziehern unterstützt werden.

Was soll im offenen Innenbereich der Kita entstehen?

Im Entwurf sind ein Garten mit mehreren Grünflächen sowie eine Terrasse mit Essbereich festgehalten.

Die Kita soll aus Gründen des Hochwasserschutzes um 1,2 Meter erhöht gebaut werden. Wie sieht es mit Barrierefreiheit aus?

Das ganze Gebäude wird barrierefrei sein. (William Abu El-Qumssan)

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