1. Startseite
  2. Lokales
  3. Melsungen
  4. Felsberg (Hessen)

Polizei: Enkeltrick wird über Nachrichtendienste wie WhatsApp versucht – Felsbergerin passte auf

Erstellt:

Von: Damai Dewert

Kommentare

Jetzt auch über das Mobiltelefon: Beim Enkeltrick rufen die Betrüger meist auf dem Festnetz an. Nun versuchen sie es offenbar auch über das Mobiltelefon und Apps.
Jetzt auch über das Mobiltelefon: Beim Enkeltrick rufen die Betrüger meist auf dem Festnetz an. Nun versuchen sie es offenbar auch über das Mobiltelefon und Apps. © Polizei-Beratung

Betrüger versuchen mit einer neuen Enkeltrick-Masche an das Geld ihrer Opfer zu kommen.

Felsberg – Die Polizei berichtet vom Versuch, eine 63-jährige Felsbergerin zu betrügen: Die Frau wurde am Montag über WhatsApp auf ihrem Handy von ihrem vermeintlichen Sohn kontaktiert und um Geld gebeten. Sie fiel jedoch nicht darauf herein und beendete das Gespräch.

So funktioniert die neue Masche: Am Nachmittag wurde die Felsbergerin von einer unbekannten Nummer auf dem Nachrichtendienst WhatsApp kontaktiert, wobei der unbekannte Kontakt angab, dass er ihr Sohn sei und eine neue Mobilfunknummer habe. Da er derzeit ein finanzielles Problem habe, bat er die Felsbergerin um Bargeld, sie ging jedoch nicht auf die Bitte ein.

Direkt nach den Nachrichten kontaktierte die Felsbergerin ihren Sohn über die eigentliche Nummer. Ihr Sohn gab dabei an, dass er keine neue Telefonnummer habe und auch kein Geldwunsch an seine Mutter gerichtet habe.

Unbekannte Täter hatten offensichtlich versucht über Sprachnachrichten des Dienstes betrügerisch an Geld zu kommen. Neben der klassischen Variante des Enkeltricks durch einen direkten Sprachanruf erfolgt die Kontaktaufnahme neuerdings auch über WhatsApp.

Die Tipps: Seien Sie misstrauisch, wenn sich: Anrufer am Telefon nicht selbst mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, den eigenen Namen selbst zu nennen. Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte oder Bekannte wissen kann. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer Tel. 110. Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen. Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom. Bewahren Sie Ihre Wertsachen, zum Beispiel höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach. (Damai D. Dewert)

Auch interessant

Kommentare