Nachfolger ist bekannt

Neue Spitze bei der SEG: Stadt Felsberg und Geschäftsführer trennen sich

Die Felsburg in Felsberg: Das Foto zeigt die beleuchtete Felsburg.
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Die Felsburg in Felsberg: Das Foto zeigt die beleuchtete Felsburg.

Die Stadt Felsberg hat sich von Martin Graefe als Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) getrennt. Das bestätigt Bürgermeister Volker Steinmetz auf HNA-Nachfrage.

Die Trennung sei in beidseitigem Einvernehmen verlaufen. Martin Graefe ist bereits seit April nicht mehr der Geschäftsführer.

Zuletzt habe die Zusammenarbeit zwischen der SEG und der Stadt nicht mehr reibungslos funktioniert. Konkret stehe der Vorwurf im Raum, dass die SEG unter der fehlenden Entscheidungsfreudigkeit und einer fehlenden Bereitschaft der Stadt zu leiden habe. So hätte die SEG bereits zwei Interessenten gelockt, die ihr Gewerbe in Felsberg aufbauen wollten. Die notwendigen Unterlagen für die dafür vorgesehenen Grundstücke von der Stadt ließen bis heute auf sich warten. Es sei ein Beispiel von vielen. Bürgermeister Volker Steinmetz äußerte sich bis Redaktionsschluss nicht zu den Vorwürfen.

Die SEG existiert seit 2018 und ist in der Rechtsform eine unselbstständige Stiftung. Stifter sind die Stadt Felsberg, die Kreissparkasse Schwalm-Eder und die VR PartnerBank Chattengau-Schwalm-Eder. Die Zukunft der SEG sei aber nicht ungewiss, so Bürgermeister Volker Steinmetz. Nachfolger von Martin Graefe ist Martin Bonow, ein Rechtsanwalt und Diplom-Volkswirt und wie Graefe ebenfalls von Euregpro. Euregpro (Entwicklung und Betreuung integrativer Regionalprojekte im EU-Raum) wurde von der Stadt Felsberg als Dienstleister beauftragt, um die Teilnahme an einem Klimaresilienzprojekt der Universität Bremen zu betreuen. Mit dem Projekt soll untersucht werden, wie die Energiewende in der Drei-Burgen-Stadt weiter vorangetrieben werden kann. Auch Wolfhagen und Hofgeismar sind Teil des Programmes (HNA berichtete).

Der Gebrauch einer Klärschlammvererdungsanlage war ein Untersuchungspunkt. „Die entsprechenden Berichte, ob eine solche Anlage sinnvoll für Felsberg wäre, sind bereits im März von mir bei der Uni eingegangen“, sagt Martin Graefe gegenüber der HNA. Ein abschließendes Koordinierungsgespräch mit der Stadt, als Träger des Projekts, hätte nicht mehr stattgefunden.

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