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Niedervorschütz will keine Kindertagesstätte im Gemeinschaftshaus

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Von: Marvin Hinrichsen

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Hier wird bald gebaut: Ortsvorsteher Kai Herrig vor dem Neubaugebiet Holzbach.
Hier wird bald gebaut: Ortsvorsteher Kai Herrig vor dem Neubaugebiet Holzbach. © Marvin Hinrichse

Der Job als Ortsvorsteher in Niedervorschütz ist teilweise eine raue Angelegenheit.

Niedervorschütz – Viele neue Ideen würden zunächst ausgebremst werden, auch gebe es heutzutage nur noch wenige, die Verantwortung in Ämtern für den Ort übernehmen wollten. Für Herrig sei schon seit Kindertagen wichtig gewesen, sich im Ort und in Vereinen zu engagieren. Dennoch lässt er sich davon nicht entmutigen. Dem seit 2016 gewählten Ortsvorsteher ist es wichtig, dass sich der Felsberger Stadtteil weiterentwickelt.

Die Bauprojekte

Als erstes soll ein Neubaugebiet an der Straße Holzbach entstehen. „Ziel ist es, dass sich neue Familien im Ort ansiedeln“, sagt Kai Herrig. Lange habe es gedauert, bis die Stadt Felsberg mit dem Grundstücksbesitzer eine Einigung erzielen konnte. Deshalb sei die Freude nun umso größer. Auch die Sanierung der Felsberger Straße, die durch den Ort führt, ist geplant.

Doch die Sorge ist groß, dass wegen der neuen Asphaltierung auch wieder mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Ort gefahren wird. „Wir hoffen, dass nach den Neuerungen die Geschwindigkeitsbegrenzung im Ort von Autofahrern eingehalten wird“, sagt Herrig. Auch für die Hauptstraße, die durch den Ort führt, wünscht sich Ortsvorsteher mehr Verkehrskontrolle. „An das Schild, das signalisiert, dass hier nur 30 gefahren werden darf, hält sich absolut niemand“, ärgert sich Ortsvorsteher. Mit einem Kreisel könnte das Problem bekämpft werden.

Das DGH

Durch den verzögerten Kita-Neubau in Felsberg ist die Stadt auf der Suche nach Übergangslösungen. Dafür wurde auch das Dorfgemeinschaftshaus in Niedervorschütz besichtigt. Der gesamte Ort hätte laut Herrig jedoch lieber die herkömmliche Nutzung des Hauses. Grund sei die hohe Auslastung durch Privatveranstaltungen und Vereinsnutzungen. Da die Übergangsphase bis 2025 anhalten würde, sei das Vereinshaus am Sportplatz besser geeignet, da es kaum in Nutzung ist. “Wir hoffen, dass wir das Dorfgemeinschaftshaus weiter in der herkömmlichen Form halten können“, sagt Herrig.

Die Vereine

Die Vereinsmöglichkeiten sind nach den coronabedingten Kontaktbeschränkungen wieder möglich. So würde sich die Seniorengruppe wieder einmal die Woche zum gemeinsamen Wandern treffen. „Auch die Jugendfeuerwehr trifft sich jede Woche“, sagt Herrig.

Für den Ort sei es wichtig, dass das Vereinsleben nach so langer Zeit wieder Fahrt aufnimmt.

(Marvin Hinrichsen)

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