Ordnungsamt Melsungen wartet auf Antrag

Ortsumgehung Felsberg: Laster-Sperre für Altstadt soll kommen

Felsberger Kreisel: Auch während des Ortstermins mit Torsten Eitel von Hessen Mobil fuhren Lastwagen durch die Altstadt.
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Felsberger Kreisel: Auch während des Ortstermins mit Torsten Eitel von Hessen Mobil fuhren Lastwagen durch die Altstadt.

Felsberg – Auch drei Monate nach der Eröffnung der Felsberger Ortsumgehung klagen Bewohner der Altstadt über die hohe Verkehrsbelastung. Neue Schilder sollen nun Abhilfe schaffen.

Felsberg – Die immer noch fehlenden Verkehrsschilder zur Entlastung der Felsberger Altstadt sollen so schnell wie möglich angeordnet und aufgestellt werden. Das haben die Bürgermeister Markus Boucsein (Melsungen) und Volker Steinmetz (Felsberg) mitgeteilt. Boucsein ist Vorsitzender des Ordnungsbehördenbezirks Melsungen, dem auch Felsberg angehört. Er ist zuständig für die Anordnung in Felsberg, wie Boucsein jetzt bestätigte.

Dass mehr als drei Monaten nach der Eröffnung der Felsberger Umgehungsstraße die Sperrschilder für den Schwerverkehr durch die Innenstadt immer noch fehlen, wurde während eines Stadtrundganges des Ortsbeirates Felsberg kritisiert. Ortsvorsteher Klaus Döll erklärte, Boucsein habe die kurzfristige Anordnung eines Durchfahrtsverbotes für die Altstadt für den Schwerlastverkehr über 3,5 Tonnen zugesagt. Auf eine erneute Verkehrszählung werde verzichtet. Voraussetzung für die Anordnung sei, Felsberg stelle einen begründeten Antrag. Döll: „Daran mangelt es bisher.“

Boucsein sei erst von ihm über eine 2020 abgeschlossene Landesstraßen-Rückbauvereinbarung zwischen Hessen Mobil und der Stadt Felsberg informiert worden. Diese Vereinbarung, so Döll, sei von wesentlicher Bedeutung für die Entscheidung der Straßenverkehrsbehörde.

Boucsein teilt mit, das Felsberger Bauamt gebeten zu haben, alle erforderlichen Unterlagen für die Beschilderung zusammenzustellen. Ziel sei, sie Melsungen jetzt so schnell wie möglich vorzulegen.

Laut Döll habe Boucsein auch die Unterstützung bei der Beschilderung des Sparkassen-Kreisels zugesagt. Diese seien bestellt, erklärte Torsten Eitel, Verkehrssachbearbeiter bei Hessen Mobil. Angeregt wurde bei dem Termin, am Steinweg aus Richtung Gensungen einen Vorwegweiser auf die Umgehung aufzustellen, um auch damit die Altstadt zu entlasten. Als Standort biete sich der städtische Kinderspielplatz an der Sudetenstraße an.

Mehr Sicherheit durch Einbahnstraße

„Die Einbahnstraßenregelung am Haintor kommt. Das Ordnungsamt Melsungen wird angesichts der Gefahrenlage jetzt nicht mehr abwarten, ob und wann die Straße nun ausgebaut wird oder nicht“, sagt Ortsvorsteher Döll beim Rundgang. Das Ordnungsamt werde darauf achten, dass Felsberg die Einbahnstraßenregelung zügig umsetze, bestätigte Bürgermeister Boucsein.

Rathauschef Volker Steinmetz sagt: „Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger müssen bei deutlichen Vorteilen für Fußgänger und Radfahrer gut harmonieren.“ Ziel sei eine Einbahnregelung von den Märkten in Richtung Schulstraße. Als gut bezeichnete Steinmetz den Vorschlag des Anwohners Holger Knorr. Bereits 2018 hatten Knorr und die Geschäftsführer des benachbarten Druckereiunternehmens – Felsbergs größter Arbeitgeber – den Antrag für eine Einbahnstraßen-Regelung in Richtung Schulstraße gestellt. Nach Fertigstellung der Schulstraße sei das Thema aktueller denn je, sagte Knorr. Das habe er auch dem Bürgermeister gesagt und um eine schnelle Entscheidung gebeten.

Im Interesse der Sicherheit müsse die Straße Zum Haintor ausgebaut werden und durchgängig einen Gehweg bekommen. Da die Straße zum Eder-Radweg gehöre, müssten auch die Radfahrer berücksichtigt werden. Wichtig sei auch eine gute und sichere Lösung für Kunden, Mitarbeiter und Anlieferer der Druckerei. Auch die Sicherheit für die Kinder der Evangelischen Tagesstätte sei wichtig. (Manfred Schaake)

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