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Rettungskräfte wurden für Einsatz bei Rallye im Schwalm-Eder-Kreis geschult

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Von: Helmut Wenderoth

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Schulung am Rallye-Wagen in Felsberg: von links Tanja Bodenhorn, Luisa Rohde, Fahrer Andres Breiding, Niklas Fennel und Jochen Haase.
Schulung am Rallye-Wagen: von links Tanja Bodenhorn, Luisa Rohde, Fahrer Andres Breiding, Niklas Fennel und Jochen Haase. © Helmut Wenderoth

Als Vorbereitung für die Mitte November geplante Rallye im Schwalm-Eder-Kreis ließen sich jetzt Rettungskräfte von DRK und THW schulen.

Malsfeld/Felsberg – Eben noch am Nürburgring in Aktion, war Karin Schröpl, Ärztin vom Medical Center der Formel 1, jetzt in Felsberg im Einsatz: Sie zeigte den Rettungskräften, wie die Rettung aus einem Rallyefahrzeug schnell, aber patientenschonend vonstatten geht.

Nach der Theorie am Vormittag im Jägerhof in Malsfeld wurde am Nachmittag in Felsberg auf dem Hof des Autohauses Rietschle die medizinische Rettung aus Rallye-Fahrzeugen geübt.

Zur Schulung eingeladen hatte das Rallye Team Hessisches Bergland (RTHB) im ADAC. Die Rallye-Teams Bemmann (mit einem Opel-Ascona) und Raue (mit einem Audi-Quattro) stellten sich für die Rettungsübungen mit ihren Fahrzeugen zur Verfügung. Die Gesamtleitung des Seminars hatte Michael Jacobi, der für die FIA, dem Weltverband der Rallyesportler, weltweit als medizinischer Einsatzleiter unterwegs ist.

Er wies auf die wichtigsten Regeln hin. Denn Rallyefahrzeuge sind anders konstruiert als Alltagsautos. Beispielsweise sind die Sitze ohne Federung und Polsterung in dem einem Käfig ähnlichen Fahrzeuginnenraum eingebaut.

Und auf der Kühlerhaube ist ein kleiner roter Hebel eingebaut, mit dem im Notfall die Fahrzeugelektronik ausgeschaltet wird. Hierfür müssen die Fahrzeuginsassen durch ein SOS-Schild signalisieren, dass sie verletzt sind und Hilfe brauchen.

Für die Rallye in Melsungen liegt laut Jacobi eine schriftliche Genehmigung vor. Das Veranstaltungsteam hat ein genehmigtes Hygienekonzept ausgearbeitet. Für die Zuschauer besteht Maskenpflicht. Es werden zusätzliche Ordner eingesetzt, die dies kontrollieren.

Auch für die Rallye im Jahr 2021 ist eine Schulung der Helfer geplant. Dann steht als zusätzliche Aufgabe für die Teilnehmer die Rettung aus einem auf dem Kopf liegenden Fahrzeug auf dem Programm.

Wertungsprüfungen finden im Altkreis Melsungen und im Knüll statt. Das Rallye-Zentrum wird dann auf dem Maxi-Hof in Ostheim aufgebaut. (Helmut Wenderoth)

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