Schandfleck soll weichen

Pläne für Wohnbebauung auf Amtsgericht-Areal in Felsberg

Kein schöner Anblick: Der jetzige Zustand des Grundstücks ehemaliges Altes Amtsgericht am Obertor in Felsberg ist ein Störfaktor in der Felsberger Altstadt. Nun könnte Wohnbebauung auf dem Areal entstehen.
+
Kein schöner Anblick: Der jetzige Zustand des Grundstücks ehemaliges Altes Amtsgericht am Obertor in Felsberg ist ein Störfaktor in der Felsberger Altstadt. Nun könnte Wohnbebauung auf dem Areal entstehen.

Seit Jahren liegt das Grundstück des ehemaligen Amtsgerichts in Felsberg brach – nun aber soll der Schandfleck verschwinden. Ein Investor möchte auf dem etwa 7000 Quadratmeter großen Areal an der Straße Obertor Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser errichten.

Felsberg - Konkret geplant sind „eine ortsbildverträgliche Randbebauung“ an der Straße Obertor, Mehrfamilienwohnen in zweiter Baureihe sowie eine dritte Wohnzeile mit Einfamilienhäusern.

Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend hierfür mit knapper Mehrheit die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen – bei zwölf Ja- und zehn Nein-Stimmen.

Zuvor hatte es eine Debatte gegeben, da Stadtverordnete von CDU, FDP und ULF forderten, das Thema erst im Ortsbeirat und im Bau- und Umweltausschuss beraten zu lassen, bevor das Parlament diesen Beschluss fasse.

Hartmut Wagner, Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses, hatte das Thema von der Tagesordnung des Ausschusses genommen. Er begründete dies im Stadtparlament damit, dass es derzeit noch nichts gebe, über das der Ausschuss beraten müsse. Laut Beschlussvorlage soll vor Erstellung des Planungskonzepts „ein beratendes Gespräch mit den wichtigen Trägern öffentlicher Belange stattfinden, in dem vor allem die Belange der Denkmalpflege, des Baurechts sowie der ökologischen und wasserrechtlichen Vorgaben im Vordergrund stehen.“

Bürgermeister Volker Steinmetz sagte: „Es geht heute erst mal nur darum, den Startschuss zu geben. Dann können wir schauen, welche Art der Bebauung auf diesem Areal überhaupt denkbar ist.“ Dirk Becker (SPD) sah das ähnlich: „Wir sollten froh sein, dass sich hier endlich etwas tut, und es nicht gleich zerreden.“ Man solle einen Investor, der in Felsberg etwas machen wollte, nicht verschrecken.

Anderer Meinung war Silke Böttcher (CDU): Der Aufstellungsbeschluss enthalte bereits eine klare Zielvorgabe, nämlich die „Innenverdichtung mit zentrumsnahem Wohnen“ in Felsberg. Darüber hätte man aus ihrer Sicht sehr wohl im Ausschuss beraten müssen.

Auch Werner Rippel (FDP) sagte: „Es ist nicht zutreffend, dass es nichts zu bereden gibt. Wir beschließen hier, dieses Areal zu beplanen.“

Mit der Planung müsse jemand beauftragt werden, und der müsse einen Leitfaden an die Hand bekommen, was geplant werden solle. (Judith Féaux De Lacroix)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.