Feuerwehr kann Gebäude in Felsberg nicht mehr retten – Weiterer Einsatz in Heßlar

Schon wieder brennen Gartenhütten in Felsberg

Feuerwehrleute löschen eine brennende Gartenhütte in Felsberg
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Die Feuerwehr löschte den Brand: Doch von der Gartenhütte in Felsberg blieb kaum etwas übrig.

Felsberg/Heßlar – Feuerwehrleute sind am frühen Freitagmorgen kurz hintereinander zu zwei Bränden im Felsberger Stadtgebiet ausgerückt.

Der erste Alarm ging um 4.37 Uhr ein: Anwohner meldeten aus einem Kleingartengelände an der Unteren Birkenallee Feuerschein zwischen der Drei-Burgen-Schule und dem Rhododendron-Garten. Um 5.47 Uhr wurde dann der Brand eines Stroh- und Heuhaufens in der Nähe einer Feldscheune an der Straße von Heßlar nach Gensungen gemeldet.

Brand in Felsberg
Nicht mehr zu retten war die Gartenhütte in der Kleingartenanlage in Felsberg. Als die 32 Einsatzkräfte der Felsberger Feuerwehr unter der Leitung von Stadtbandinspektor Stefan Dippel an der Kleingartenanlage ankamen, stand die Hütte im Vollbrand. Die Flammen hatten bereits auf nebenstehende Bäume und das Dach einer weiteren, direkt angrenzenden, Hütte übergegriffen.

Mit mehreren Strahlrohren gingen Atemschutzgeräteträger gegen die Flammen vor. Das Löschwasser wurde aus zwei Hydranten am Schulgelände entnommen. Es mussten Teile der Außenwände und der Dachkonstruktion eingerissen werden, um alle Glutnester zu erreichen. Auch in einer hohlen alten Weide loderten die Flammen im Stamm immer wieder auf. Zum Ende der Löscharbeiten waren nur noch verkohlte Außenwände und schwarz in den Himmel ragende Balken der Dachkonstruktion der Hütten vorhanden.

Das Grundstück mit den Gartenhütten gehört einer Familie aus Felsberg. Der Besitzer sagte, die Hütte sei total stromlos geschaltet. Auch ein Ofen war nicht in Betrieb. Er war am Dienstag zum letzten Mal auf dem Gelände, da war noch alles in Ordnung. Ein technischer Defekt kann aber laut Polizei als Brandursache nicht ausgeschlossen werden. Anhaltspunkte für Brandstiftung gebe es nicht, so die Polizei. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernimmt die Kriminalpolizei in Homberg. Die Polizei schätzt den Schaden auf 10.000 Euro.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte in Felsberg eine Gartenhütte gebrannt. Auch dort gab es keinen Verdacht auf Brandstiftung. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Bränden geben könnte, dazu machte die Polizei auf Nachfrage keine Angaben.

Feuer in Heßlar
In Heßlar hatten Autofahrer starken Rauch entdeckt und das Feuer gemeldet. Dicke, stark riechende Rauchschwaden zogen von der Brandstelle in die Ortsmitte von Heßlar. Im ganzen Ort war der Brandgeruch wahrnehmbar. Der Landwirt, dem das Grundstück gehört, ist selbst aktives Mitglied der Feuerwehr Heßlar/Melgershausen. Er sagte: „Als mein Pager den Alarm ausgelöst hatte, habe ich sofort gerochen, um was es sich handelte. Ein Blick aus dem Fenster bestätigte meinen Verdacht.“ Er sei dann mit seinem Radlader zu dem Anwesen gefahren und habe begonnen, den aus größeren Mengen Heu und Stroh bestehenden Haufen auseinander zu ziehen.

Die Einsatzkräfte aus Heßlar, Melgershausen und Hilgershausen löschten mit Strahlrohren das immer wieder aufflackernde Brandgut ab. Dazu wurde über mehrere hundert Meter eine Löschwasserversorgung vom Feuerlöschteich in Heßlar aufgebaut.

Nachdem der Gartenhüttenbrand in Felsberg unter Kontrolle war, beorderte Einsatzleiter Stefan Dippel ein Löschfahrzeug aus Felsberg nach Heßlar.

Gegen 7 Uhr war das Feuer aus und auch die letzten Glutnester in dem Haufen gelöscht. Brandursache war vermutlich Selbstentzündung in dem im Haufen gelagerten Heu. (Helmut Wenderoth/Judith Féaux de Lacroix)

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