Neuenbrunslar: Platzmangel in Grundschule

Schüler müssen in der Grundschule am Kirschberg in Neuenbrunslar in Container

Darin werden derzeit Schüler betreut: Schulleiterin Birgit Gerber (links) und die stellvertretende Schulleiterin Miriam Krug zeigen die Container an der Grundschule am Kirschberg in Neuenbrunslar.
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Darin werden derzeit Schüler betreut: Schulleiterin Birgit Gerber (links) und die stellvertretende Schulleiterin Miriam Krug zeigen die Container an der Grundschule am Kirschberg in Neuenbrunslar.

Es wird eng in der Grundschule am Kirschberg in Neuenbrunslar. Für 101 Schüler gibt es sechs Klassenräume und zwei Kleinklassenräume. Das könnte bald zu wenig sein. Daher wurden Container aufgestellt.

Neuenbrunslar – „Die zwei Klassenräume für das kommende Schuljahr haben wir noch“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Miriam Krug, „wenn wir danach wieder zwei Klassen bekommen, fehlt uns ein Raum.“ Zurzeit sehe es jedoch so aus, als seien dann zwei Klassen nötig. Wegen des Platzmangels wurde die Nachmittagsbetreuung in zwei Klassenraum-Container mit Fenstern auf dem Schulgelände verlegt. Zudem gibt dort nun einen Toiletten-Container.

„Wir rechnen in Zukunft mit steigenden Schülerzahlen“, sagt Krug, „deshalb wünschen wir uns einen weiteren Anbau.“ Bereits vor fünf Jahren habe es einen Anbau an der Neuenbrunslarer Grundschule gegeben. Darin sei aber nur ein Klassenraum vorhanden. Außerdem gebe es noch weitere Räume, unter anderem die Mensa und eine Küche.

Die Kreisverwaltung Schwalm-Eder sieht jedoch keinen Handlungsbedarf am Schulgebäude in Neuenbrunslar. Die Zahl der Grundschüler werde sich von aktuell 101 Schüler auf 115 Schüler in den kommenden Jahren erhöhen. Das sei aber nur ein kurzzeitiges Hoch, teilte ein Sprecher des Landkreises mit. In den kommenden Jahren seien daher zwar bis zu acht Klassen möglich, doch das werde mit den Containern aufgefangen.

Sie sollen also mindestens bis zum Ende des Hochs vor Ort bleiben. In ihnen seien zwei Klassenräume und zusätzliche Toiletten vorhanden. Ab dem Jahr 2026 sei nach Angaben der Kreisverwaltung wegen der aktuellen Geburtenzahl mit einem Rückgang auf 98 Grundschüler zu rechnen. Dann würden nur noch sechs Klassen benötigt.

Sollte sich am Platzbedarf in Neuenbrunslar etwas ändern, werde das bei regelmäßigen Neubewertungen der Situation festgestellt, sobald die aktuellen Geburtenzahlen bekannt gegeben werden. Das nächste Mal sei dies im November der Fall. „Wir haben genug Lehrer und Betreuer, um uns um mehr Schüler kümmern zu können“, sagt Krug.

Schwieriger sei es derzeit, die Betreuung durch den Verein Familienhaus Neuenbrunslar zu bezahlen. Das Problem: Durch die Pandemie gebe es nur eine Notbetreuung. Die Einnahmen durch die Beiträge der Eltern, die nicht von der Notbetreuung Gebrauch machen können, fehlten. Der Landkreis finanziere zwar einen Teil der Kosten, doch das sei auf Dauer nicht genug. (Fabian Becker)

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