Innerörtliche Kreuzung soll Umgebaut werden 

Kreisel statt Kreuzung: Ortsbeirat Niedervorschütz regt Umbau an B254 an

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Die Bundesstraße 254 durch Niedervorschütz: Der Ortsbeirat regt an, dort einen Kreisverkehr zu bauen. 

Im Schwalm-Eder-Kreis regt der Ortsbeirat Niedervorschütz regt an, die innerörtliche Kreuzung an der B254 zu einem Kreisverkehr umzubauen.

Das teilt Kai Herrig, Ortsvorsteher in Niedervorschütz der HNA mit. Mit einem Kreisverkehr könnten gefährliche Situation an der Bundesstraße im Ort verhindert werden, sagt er.

Seit Jahren beschweren sich Anwohner über zu schnelles Fahren im Ort. 2018 wurde für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr auf der Bundesstraße angeordnet. Allerdings wurden die Beschwerden der Anwohner nicht weniger.

Kreisverkehr, Niedervorschütz, Grafik

Zuletzt hat es dann Überlegungen gegeben, einen stationären Blitzer zu installieren. Das Ordnungsamt ist noch immer mit der Prüfung beschäftigt, ob ein Blitzer sinnvoll wäre, erklärt Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz auf Nachfrage. Dafür gab es in der Vergangenheit Geschwindigkeitsmessungen. 

Ortsbeirat stellt neue Überlegung an 

Das Ergebnis der Messungen laut Herrig: „Ein Blitzer ist nicht nötig, da es nur wenige Autofahrer sind, die sich nicht an die Tempovorgaben gehalten haben.“ Der Ortsbeirat sieht das anders: „Die Situation ist nach wie vor gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer“, sagt er. Jetzt also eine neue Überlegung des Ortsbeirates.

Eine Verkehrsinsel würde den Straßenverkehrberuhigen, erklärt Kai Herrig. Außerdem könnte der Rückstau in der Felsberger sowie Obervorschützer Straße minimiert werden. „Mit einem Kreisel würde die Bundesstraße auch nicht mehr aussehen wie eine Autobahn“, sagt Herrig.

Kai Herrig Ortsvorsteher

Der Ortsbeirat hat den Magistrat nun beauftragt, die Bau eines Kreisverkehrs durch Hessen Mobil prüfen zu lassen. „Es wäre sinnvoll, dass es zeitnahe Informationen von Hessen Mobil gibt“, sagt Herrig. Denn der Fahrbahnbelag im Kreuzungsbereich sowie die Felsberger Straße sollen in absehbarer Zeit saniert werden. 

Schwalm-Eder-Kreis: Kreuzungsbereich groß genug 

„Uns ist klar, dass das nicht schnell umsetzbar ist, aber wir haben eine Idee“, sagt er. Der Ortsbeirat habe bereits mit einem Stadtplaner gesprochen und ihn mit einer groben Planung beauftragt. Ein Verkehrskreisel sei umsetzbar. Der Außendurchmesser eines Mini-Kreisels liege bei 26 Meter. 

Der Kreuzungsbereich reiche aus, sagt Herrig. Bürgermeister Steinmetz begrüßt die Idee des Ortsbeirates. „Es muss allerdings geprüft werden, ob ein Kreisverkehr wirklich zu mehr Verkehrssicherheit führt“, sagt er. Die Kosten für einen solchen Bau würden von Bund und Land getragen, sagt Steinmetz.

„Hessen Mobil muss dann prüfen, ob eine Notwendigkeit besteht“, sagt Steinmetz. Eine endgültige Entscheidung werde es so schnell nicht geben.

Das sagt Hessen Mobil: Fläche muss zunächst überprüft werden

Auch Hessen Mobil erklärt, dass zunächst geprüft werden muss, wie notwendig so ein Kreisel ist, heißt es von Hessen Mobil auf HNA-Anfrage. An dem Knoten in Niedervorschütz laufen neben der Bundesstraße 254 noch die Landesstraße 3220 (Felsberger Straße) und die Kreisstraße 8 (Obervorschützer Straße) zusammen. So dass dort auch beispielsweise der Landkreis betroffen ist. Zunächst wird bei der Prüfung in jedem Fall die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Regelung betrachtet, heißt es weiter. 

Sollten dort große Defizite vorliegen, müsste in einem nächsten Schritt untersucht werden, ob ein Kreisverkehr diese Defizite ausgleichen würde und eine Verbesserung der Situation einträte und, ob dafür ausreichend Flächen im Verkehrsraum zur Verfügung stehe. „Erst danach könnte eine solche Umplanung – in Abstimmung mit dem Landkreis – erfolgen“, heißt es weiter.

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